EU-Staaten ebnen den Weg für Weltklimapakt

Der weltweit erste Klimavertrag kann sehr wahrscheinlich Ende kommender Woche in Kraft treten. Dafür machten heute die Umweltminister der EU-Staaten den Weg frei. Sie räumten letzte Unstimmigkeiten den Mitgliedsstaaten aus. Kommende Woche dürften alle den Pakt ratifiziert haben.

Kohlekraftwerk in Deutschland. Aus grossen Schornsteigen steigt Rauch auf.

Bildlegende: Kohlekraftwerk in Deutschland: Wenn die EU-Staaten den Klimapakt ratifizieren, kann er in diesem Jahr in Kraft treten. Reuters

Die Europäische Union will den Weltklimapakt schon nächste Woche ratifizieren und damit den Weg für ein Inkrafttreten noch in diesem Jahr ebnen. Den Beschluss fassten die EU-Umweltminister in Brüssel, berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Diplomaten.

Breite Mehrheit gilt als sicher

Letzte Unstimmigkeiten innerhalb der EU räumten die Minister demnach aus. Somit kann das Europaparlament am Dienstag über das Abkommen abstimmen. Eine breite Mehrheit gilt als sicher. Schon am Freitag nächster Woche könnte die Ratifizierung abgeschlossen sein und die EU wäre offiziell Vertragspartner des historischen Pakts.

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Der Pakt tritt in Kraft, wenn ihn 55 Staaten ratifiziert haben und diese mindestens für 55 Prozent aller Klimagase weltweit stehen. Mit dem Beitritt der EU werden aller Voraussicht nach beide Bedingungen erfüllt.