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Aleppo hofft Evakuierung von Menschen in Ost-Aleppo wieder aufgenommen

Mindestens fünf Busse kamen westlich der Metropole in jenen Gebieten an, die von den Aufständischen kontrolliert werden.

Legende: Video Eine weitere Nacht im Ungewissen abspielen. Laufzeit 0:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.12.2016.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Evakuierung von Ost-Aleppo ist wieder aufgenommen worden.
  • Mindestens fünf Busse mit hunderten Bewohnern kamen in der Nacht zum Montag in Gebieten westlich der Metropole an, die von den Aufständischen kontrolliert werden.
  • Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass sich noch rund 30'000 Menschen im Ostteil der Stadt befinden.

Tausende Rebellen und Zivilisten im Osten Aleppos können hoffen: Die Evakuierung ist wieder angelaufen. Dies berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die den Aufständischen nahe steht. Offenbar haben sich Regierung und Aufständische geeinigt.

Zuvor hatte ein Angriff auf weitere Busse in der Nachbarprovinz Idlib weitere Evakuierungen verhindert. Sechs Busse brannten Menschenrechtlern zufolge aus.

Es halten sich schätzungsweise noch mehrere Zehntausend Menschen Osten Aleppos auf. Die Rebellengebiete waren nach heftigen Luftangriffen in den vergangenen Wochen von syrischen Regierungstruppen mit Unterstützung Russlands und des Irans fast vollständig erobert worden.

Westen greift weiterhin nicht ein

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg rechtfertigte die militärische Zurückhaltung des Bündnisses. Ein Militäreinsatz könnte zu einer weiteren Eskalation beitragen, sagte Stoltenberg. «Wir würden riskieren, dass es ein grösserer regionaler Konflikt wird. Oder dass noch mehr Unschuldige sterben.»

Am Samstag demonstrierten mehrere Tausend Menschen in verschiedenen deutschen Städten und auch in London gegen den Krieg. In Stuttgart waren rund 2200 Menschen dabei, in Berlin beteiligten sich an zwei Demonstrationen nach Polizeiangaben insgesamt rund 2100 Menschen, in Mannheim rund 1500, in Hamburg 800.

Karte von Syrien. Eingezeichnet sind Aleppo und die Schiitendörfern Fua und Kefraja.
Legende: Neben Ost-Aleppo sollen auch Verletzte aus den Schiitendörfern al-Fua und Kefraja nach Idlib gebracht werden. SRF

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Jan Egeland von der UNO:Cowardly terrorist attack on civilian busses & killing driver must not end evacuations from Foua & Kefraya, East Aleppo, Madaya & Zabdani. Man beachte seine entlarvende Wortwahl die moderaten "Rebellen" auf einmal als Terroristen zu bezeichnen. Bärtige Männer vor den brennenden Fahrzeugen:"Here are burnt busses of regime and Iran. They were burnt to return honor of Aleppo. Wake up Islamic Umma" und so etwas unterstützen unsere Medien.
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    1. Antwort von Stanic Drago (Putinversteher)
      Jetzt wäre gute Gelegenheit Seite zu wechseln. In Idlib haben sich wirklich extremste islamiste gesammelt. Keine Mensch mit gesunden Menschen verstand, kann diese Extremisten Mässig nennen. Gestern haben sie eine Pro IS Demo gehalten und heute wollen sie nicht Feiglinge und Verräter aus Aleppo aufnehmen. Ich hoffe, dass SRF ihre Ausdrückweise ändert. Das hat nichts mehr mit Oposition zu tun.
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Jan Egeland von der UNO: "Reckless armed men burning buses for Foua and Kefraya undermine evacuation and relief for all civilians in besieged areas in Syria." Haben nicht unsere Medien die "Rebellen" in Idlib unterstützt? Zur ethnischen Säuberung von Fua/Kefraya hat auch der Sender Al-Jazeera aufgerufen; YT: Al-Jazeera Host Faissal al-Qassem promotes sectarian violence in Syria (EN subs) Das muss nicht sein; Muslime und Christen feiern gemeinsam: YouTube:Christmas Cheer in Damascus.
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    1. Antwort von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
      Die Bus-Chauffeure wurden ermordet; Pelda (Neutralität ist keine Option), Gsteiger und Weber haben doch diese "moderaten" "Rellen", deren Ideologie, "We killed the shia pigs. Inshallah nothing comes out [from besieged Foua & Kefraya] but cold corpses", gegen syrische Minderheiten, mit einseitiger Berichterstattung unterstützt; nicht ein einziges Mal einen Bericht über die Opfer der "Rebellen" gebracht, weil: YouTube:ZDF Auslandsjournal Syrische Christen hoffen auf Assad.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Das wird lang Zeit so weiter gehen. In Syrien/Irak hat der Daesh (IS) genügend Unterstützung bei der sunnitischen Bevölkerung um sich zu behaupten. In Libyen ist der Daesh stark genug, um sich gegen die anderen Milizen zu behaupten und die USA haben im Moment das Geld nicht, um wieder Billionen in militärische Überseeabenteuer zu stecken. Europa ist dazu zu schwach. In Afghanistan, Jordanien und im Libanon wird auch gezündelt und im Jemen fechten die Iraner und KSA ihren Stellvertreterkrieg aus.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2} Das wird so schnell nicht enden. Man muss daher vermeiden, Unmengen Anhänger dieser Ideologie nach Europa zu lassen, sonst sieht man von Europa bald ähnliche Bilder.
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    2. Antwort von Samuel Tanner (Samuel Tanner)
      Herr Kerzenmacher, ich frage mich ob man solche Gedanken wie Ihre um 1943 herum auch in England gehabt hat. "Lasst keine Deutschen Flüchtlinge nach England die sind alle Naz+s." Bitte überlegen sie zuerst wieso Menschen flüchten und schauen sie in die Geschichtsbücher um zu sehen was Menschen früher falsch gemacht haben.
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    3. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Unterstützung durch die Bevölkerung ist nicht alles, wenn man nicht an Waffen rankommt und keine möglichst gute militärische Ausbildner hat. Woher hat der IS all das Wissen für effiziente militärische Aktionen und all die Waffen und das Material? Woher kommt der Nachschub? Warum kann dieser nicht unterbunden werden? Es gibt genug Hinweise, dass der IS letztlich eine Söldnertruppe ist im Dienste der USA und seiner Verbündeten im regime-change-Poker.
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    4. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Hr. Bernoulli, Sie schreiben "es gibt genug Hinweise...." Wieso habe ich noch nie einen einzigen solchen Hinweis gesehen?
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