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International Extremisten bedrohen Nobelpreisträgerin Malala

Sie ist die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten: Die 17-jährige Malala Yousafzai aus Pakistan. Doch die Extremisten in ihrem Land bleiben davon unbeeindruckt. Nur Stunden nach der Verleihung haben sie sich mit deutlichen Worten an die Kinderrechtsaktivistin gewandt.

Ein Mann sieht sich die Titelseite einer Zeitung an, auf der ein Bild von Malala Yousafzai und ihrer Ehrung zu sehen ist.
Legende: In Pakistan wurde in den Zeitungen ausführlich über die internationale Auszeichnung ihrer Landsmännin berichtet. Keystone

In Ihrer pakistanischen Heimat erhielt die aktuelle Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai Lob und Anerkennung, die wichtigen Tageszeitungen berichteten auf ihren Titelseiten über das Ereignis. Doch nicht alle beeindruckt diese Auszeichnung.

Nur Stunden nach der Ehrung hat die junge Kinderrechtsaktivistin via Internet eine Drohung pakistanischer Extremisten erhalten. Eine Splittergruppe der pakistanischen Taliban drohte ihr noch am späten Freitag mittels Twitter: «Charaktere wie Malala sollten wissen, dass wir nicht von der Propaganda (Ungläubiger) abgeschreckt werden. Wir haben scharfe und gewetzte Messer für die Feinde des Islam vorbereitet.»

Malala überlebte Taliban-Attentat

Verfasst hatte die Kurznachricht die Jamaat ul Ahrar, die sich im August von der Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) abgespalten hatte. Die TTP, eine Dachorganisation von mehr als einem Dutzend Gruppen, hat sich bisher nicht zu der Auszeichnung der Kinderrechtsaktivistin geäussert.

Die Wege von Malala und den Taliban hatten sich schon im Oktober 2012 auf verheerende Art gekreuzt. Damals wurde das Mädchen bei einem Attentat der Extremisten angeschossen und schwer verletzt. Zur Behandlung wurde Malala nach Grossbritannien gebracht, wo sie bis heute mit ihrer Familie lebt. Trotz des Anschlags setzte Malala ihren Kampf für das Recht von Kindern auf Bildung fort.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Extremisten bedrohen Nobelpreisträgerin Malala und verhoenen damit den Islam und Allah!!!!
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Beeindruckend, wie eine junge Frau mit Namen Malala Yousafzai, erwachsenen tapferen Islamisten Angst einjagen kann, dass sie sich nur in der Gruppe und bewaffnet an sie herantrauen. Womit sich zeigt, dass die schärfste Waffe gegen diese Extremisten nach wie vor die Bildung ist. Wie sehr sich diese Feiglinge dabei selbst blamieren, scheint diesen gar nicht bewusst zu sein.
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Eigentlich überhaupt kein Unterschied zu uns, wir warten doch Alle auch nur darauf, unsere politischen Todfeinde bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu schwächen, wohl mit der Absicht, ihn/sie so, in der Konsequenz, zumindest, von der politischen Bildfläche verschwinden zu lassen. Wir bezeichnen es als Politik, die Anderen auch. Es wird aber weder der Frau, noch jemandem Anderes helfen, dass es überhaupt medial publiziert wurde, das Gegenteil ist doch wahrscheinlich der Fall.Ähnlich wie bei uns
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    1. Antwort von Daniela Morg, zürich
      Was heisst hier 'eigentlich wie bei uns' bei uns muss niemand um sein Leben bangen wenn er einen Friedensnobelpreis gewinnt!
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Politische Todfeinde? Richtig, aber auch im zivilen Bereich gibt es viel virtuellen Mord- und Todschlag. Ich kenne zwei Fälle, bei denen der eine jahrelang gegen den anderen intrigierte, bis diesem gekündigt (im ersten Fall) und die Abteilung des anderen von oben aus aufgehoben wurde (im zweiten Fall) - und das alles unter Schweizern. Da unser Land klein ist und bei den Medien fast jeder den anderen kennt, ist es auch leicht, jemanden "totzuschreiben", wenn dieser dran ist.
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