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International Griechische Parlaments-Chefin sabotiert Tsipras' Hilfspaket

Die Präsidentin des griechischen Parlamentes hat Regierungschef Alexis Tsipras verärgert: Gegen seinen Willen verschob sie um einen Tag die Debatte über das neue Hilfsprogramm im Finanzausschuss.

Grossaufnahme von Zoe Konstantopoulou
Legende: Gegnerin weitere Sparmassnahmen in Griechenland: Zoe Konstantopoulou Keystone

Die griechische Parlamentspräsidentin Zoe Konstantopoulou ist eine vehemente Gegnerin weiterer Sparmassnahmen. Die Linken-Politikerin verschob die Diskussion darüber im Finanzausschuss des Parlaments eigenmächtig vom Mittwoch auf den Donnerstagmorgen. Das passt Tsipras ganz und gar nicht.

Denn damit verzögern sich voraussichtlich auch die Aussprache und die wichtige Abstimmung im Parlament. Das Votum könnte statt wie geplant am späten Donnerstagabend nun erst in den frühen Morgenstunden am Freitag stattfinden, berichteten griechische Medien.

Verzögerungstaktik schon einmal angewandt

Innenminister Nikos Voutsis warf der Parlamentspräsidentin im Fernsehen vor, Formalitäten als Vorwand zu nutzen, um das Verfahren hinauszuzögern.

Die linke Parlamentspräsidentin hat sich wiederholt gegen jede weitere Sparmassnahme geäussert. Bereits im Juli hatte sie bei Regierung und Abgeordneten mit einer ähnlichen Hinhaltetaktik bei einer Abstimmung über andere Auflagen der Gläubiger Verärgerung ausgelöst. Die Abstimmung fand damals gegen vier Uhr morgens (Ortszeit) statt.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Pankraz Mai, SG
    Au weia! Wie diese Dame in die Welt guckt; das verheisst nichts Gutes!
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  • Kommentar von Marcel Chauvet, Neustadt
    Dieses Bettelland lässt nun wirklich keine Impertinenz aus,um die Geber vor den Kopf zu stoßen. Hauptsache die erbarmungsvollen deutschen Abgeordneten werden vom Urlaub heraus schnellstens ins deutsche Parlament zitiert, um die weiteren Hilfen an den Pleitier, geht ja nur um läppische 86 Milliarden €, zu bewilligen. Ist ja jede Menge Zeit da, immerhin sind es ja noch ein paar volle Tage, wo die Griechen wieder etliche Milliarden Schulden zurückzahlen müssten. Als Dank gibt's wieder Prügel
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    1. Antwort von Fredy Schoch, 8630 Rüti
      Bettelland???schon interessant wie verschieden doch die persönlichen Meinungen sind!!Bitte Herr Chauvet sehen Sie sich mal "KenFm im Gespräch mit Ernst Wolff,Weltmacht IWF"an...danach noch schnell"Ken Fm im Gespräch mit Georg Zoche,Geschichte der Leitwährung" schauen..Diese beiden Gespräche dauern zusammen etwa 3 stunden..Lohnt sich,Sie werden danach Ihr Weltbild definitiv überdenken... Also,ein Kaltes Bier zur Hand und dann viel Spass beim entdecken der WAHRHEIT..schönen Abend
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    2. Antwort von Tom Rosen, Erlenbach
      Na ja, lieber Fredy Schoch. Als Griechenland Kenner (Familie dort, geheiratet dort, Business dort) kann ich sagen, dass, wer noch nie seit bestehen des modernen Griechenland (und vorher nur auf Zwang der Osmanen) Steuern zahlte (ob reich oder arm), wer überall die MwSt. umgeht und wer 30% der Erwerbstätigen bei öffentl. Institutionen anstellt und sich gleich nach Eintritt in die EU quasi komplett über deren Töpfe finanziert, der muss sich nicht wundern, dass er pleite geht (und immer schon war).
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