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International Kerry: «Friedensgespräche sind in Reichweite»

US-Aussenminister John Kerry konnte im Nahost-Konflikt auch im fünften Versuch keinen Durchbruch erzielen. Trotzdem zeigte er sich optimistisch.

John Kerry.
Legende: John Kerry (r.) reist am Nachmittag weiter nach Asien. Reuters

Seit Monaten bemühte sich US-Aussenminister John Kerry, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas zurück an einen Tisch zu bringen. In den vergangenen Tagen traf er sich deshalb abwechselnd mit Netanjahu und Abbas. Aber auch der jüngste Vermittlungsversuch scheint nun gescheitert.

Trotzdem äussert sich Kerry nach einem Marathongespräch mit Netanjahu und einem weiteren Treffen mit Abbas leicht optimistisch: Es gebe «noch einige Dinge, an denen wir arbeiten müssen». Insgesamt habe er in den vergangenen Tagen aber «positive und sehr wichtige» Unterhaltungen geführt. Er glaube daran, dass «Friedensverhandlungen in Reichweite» seien.

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat klingt weniger optimistisch: «Man kann nicht von einem Durchbruch sprechen.» Und Netanjahu bekräftigte nach seinem jüngsten Gespräch mit Kerry lediglich seinen Standpunkt, dass Israel sofort zu Verhandlungen mit den Palästinensern bereit sei – allerdings ohne Vorbedingungen. Die Palästinenser fordern dagegen im Vorfeld den Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland und im Ost-Jerusalem.

Auf diese 1967 von Israel eroberten Gebiete beharren die Palästinenser als Teil eines künftigen eigenen Staates.

Legende: Video Kerry führt Gespräche in Nahost (Tagesschau vom 29.6.2013) abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 29.06.2013.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Hansi Dragoner, Drachenstein
    So geht das schon seit Jahrzehnten mit den Vermittlungsversuchen der USA. Aus den vollmundigen Verheißungen Obamas den Arabern gegenüber ist auch nicht viel geworden. Wie will denn die USA da "vermitteln", sie ist doch, mal objektiv betrachtet, selbst Teil des Problems, da sie selbst Partei und zwar auf Seiten Israels ist ? Wenn das Israelis und Palästinenser nicht endlich selbst hinkriegen sieht auch weiterhin die Zukunft dort nicht gerade rosig aus.
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