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International Westjordanland: Israelische Siedler sorgen für Bauboom

Israelische Siedler bauen im Westjordanland wie lange nicht mehr. Nach Angaben von Friedensaktivisten wurde im ersten Quartal 2013 die höchste Zahl an Wohnungsbauten seit sieben Jahren gemessen.

Die israelische Siedlung Ofra im Westjordanland
Legende: Die Siedlung Ofra im Westjordanland: Israel will keinen Baustopp für derartige Siedlungen. Reuters

Zwischen Januar und März 2013 sei der Bau von 865 neuen Wohneinheiten begonnen wurden, teilte die israelische Organisation Peace Now unter Berufung auf Regierungsstatistiken mit. Das seien dreimal so viele wie im Vergleichszeitraum 2012. «Im Vergleich zum letzten Quartal 2012 war es wiederum ein Anstieg um 355 Prozent», erklärten die Aktivisten.

Der israelische Siedlungsbau in den besetzten Gebieten ist eines der Haupthindernisse für die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern. Die Verhandlungen liegen seit Jahren auf Eis.

US-Aussenminister John Kerry bemüht sich seit einigen Wochen verstärkt um eine Wiederaufnahme der Gespräche, bisher allerdings ohne Erfolg. Die Palästinenser verlangen als Voraussetzung für neue Gespräche einen Stopp des israelischen Siedlungsbaus. Die israelische Regierung lehnt dies ab.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Joller, Basel
    Ich stelle mir vor, illegal Zugewanderte würden in der Schweiz illegal hunderte von Wohnungsbauten erstellen, und wir Schweizer hätten dies zu tolerieren.
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  • Kommentar von A. Guant, Sunnybeach
    jegliche Verhandlungen zielen darauf den Palästinensern ihr angestammtes Recht zu beschneiden.Die Grenzen von 1967 sind die Basis u. die illegalen israelischen Siedlungen werden als Wiedergutmachung an die Palästinenser übergehen,ansonsten immer noch der Teilungsplan von 1947 umgesetzt werden darf.Die Israelis sollen ruhig weiter bauen,sie werden alles was illegal annektiert worden ist abtreten müssen.Die USA können nicht als Vermittler auftreten,da sie ein massgeblicher Teil des Problems sind
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    1. Antwort von Bernhard Graf, 8884 Oberterzen
      Was heisst hier "angestammtes Recht" der Palästinenser. Lies mal in 1. Mose Kapitel 12 und 15 im Buch der Bücher, was hier angestammt ist. Es ist bereits seit rund 4'000 Jahren zugeteilt und es liegt nicht in Menschenmacht, dies zu ändern. Es ist Gottes souveränes Recht.
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    2. Antwort von René Langdon, Bern
      @ B.G. Und Sie wollen mir in allem Ernst weismachen, dass die Siedler in Ofra in einer direkten Linie stehen mit Leuten die vor 4000 Jahren da gelebt haben? Sie wollen mir erklären, dass das Ehepaar (er aus Portugal, sie aus Kanada) in Ma'ale Adumim das göttliches Recht besitzen da zu wohnen nur weil die Dame jüdisch ist? Und selbst wenn; stammen die Muslime nicht genau so von Abraham ab und beten den selben Gott an und hätten somit auch das achso göttliche Recht da zu leben?
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    3. Antwort von Otto Würz, Winterthur
      @Herr Graf: was wurde im Laufe der Geschichte schon alles für Unrecht begangen mit dem Ruf "Gott will es!". Es wäre zu begrüßen, wenn die Menschheit mal langsam in der aufgeklärten Moderne ankommen würde, statt sich auf altem, archaischem Aberglauben zu berufen.
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    4. Antwort von Bernhard Graf, 8884 Oberterzen
      zu R.L. Lesen Sie ein wenig weiter und Sie werden finden, dass die Verheissungslinie über Isaak zu Jakob und den zwölf Stämmen Israels weitergeht. zu O.W. Können Sie mir erklären, warum Israel durch die Jahrtausende als Volk bewahrt und wieder nach Erez Israel zurückkehren konnte, wenn alles in der Bibel nur "Aberglauben" ist. Ich bin schon lange in der Realität angekommen und muss nicht in der ach so "aufgeklärten Moderne" verharren.
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    5. Antwort von Juha Stump, Zürich
      @B. Graf: Gut zu wissen, dass ich nicht allein dastehe, weil ich mir hier manchmal "einsam" vorkomme. Ich glaube zwar auch an die biblischen Prophezeiungen, aber ich sehe sie etwas lockerer. Ein vorläufiger Siedlungsstopp, für den ich eintrete, schliesst eine weitere Besiedlung in Zukunft nicht aus. "Gottes Atem" reicht weit, es geht auf Dauer nicht gegeneinander. Übrigens gehören gemäss dem AT auch noch Teile von Jordanien und Syrien zu "Eretz Israel", es wird also noch spannend.
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