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International Lokführer haben Erbarmen: Streik geht Samstagabend zu Ende

Vier Tage Zug-Chaos, dass wollte die deutsche Lokführergewerkschaft den Bahnkunden dann doch nicht antun. Kurz vor der Verkündung des vorzeitigen Endes war die Deutsche Bahn vor Gericht abgeblitzt. Die Bahn wollte den Streik mit juristischen Mitteln stoppen.

Legende: Video Lokführer beenden den Streik abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.11.2014.

Die GDL lenkt ein: Der Streik bei der Deutschen Bahn wird nach Angaben des Chefs der Lokführergewerkschaft (GDL), Claus Weselsky, früher als geplant beendet. Der Ausstand ende am Samstag 18 Uhr und nicht erst am Montag, sagte Weselsky in Frankfurt.

Zuvor war die Deutsche Bahn erneut mit dem Versuch gescheitert, den Lokführerstreik mit juristischen Mitteln zu stoppen. Das Landesarbeitsgericht Hessen lehnte es in Frankfurt als zweite Instanz ab, den Arbeitskampf per einstweiliger Verfügung zu beenden.

Zuvor hatte die GDL einen erneuten Vergleichsvorschlag des Vorsitzenden Richters Michael Horcher abgelehnt. Streit gab es insbesondere um die Frage, ob es für GDL-Mitglieder abweichende Tarifabschlüsse geben kann.

Am Samstagabend ist der Spuk vorbei

Die Bahn will unterschiedliche Regelungen für Beschäftigte mit gleichen Tätigkeiten vermeiden. Die Gerichte hatten zu dieser Frage nichts vorgegeben, sondern nur Verfahren für ergebnisoffene Verhandlungen vorgeschlagen. In seinem Urteil erkannte das Gericht den Streik als legal und trotz hoher wirtschaftlicher Schäden als verhältnismässig an.

Bereits am Donnerstagabend hatte auch die erste Instanz den Arbeitskampf der Lokführer für rechtmässig erklärt. Dagegen hatte die Deutsche Bahn AG Berufung eingelegt.

Zugsausfälle, Verspätungen und Stau

Die GDL fordert mit dem Streik für die Beschäftigten mehr Geld sowie eine kürzere Arbeitszeit und will neben den Lokführern vor allem auch das übrige Zugpersonal in Verhandlungen vertreten, für das bisher die Gewerkschaft EVG zuständig ist. Die Bahn ihrerseits will konkurrierende Tarifverträge einzelner Berufsgruppen verhindern.

Der längste Lokführerstreik in der Geschichte der Deutschen Bahn führt zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen. Für ihre gilt ein Notfahrplan, der im Internet abrufbar, Link öffnet in einem neuen Fenster ist.

In einigen Regionen fielen aber dennoch vier von fünf S-Bahn-Zügen aus. Das hat massive Auswirkungen für die Pendler und führt vielerorts zu Stau auf Deutschlands Strassen.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Warum geht es bei dem Streik? Wieviel verdient ein Lokführer in D heute Brutto und Netto nach Abzug der Steuern? Und wieviel Arbeitet ein Lokführer effektiv heute?
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Menschen flogen bereits zum Mond, Hundertausende von "Scheinasylanten" pilgern nach Europa und werden verhätschelt, jede(r) surft 24 Stunden am Tag mit dem i-Phon in der ganzen Wissenswelt herum und die Medizin wechselt Organe aus, wie der Automechaniker die Zündkerzen! Warum können die Sozialpartner in einem dermassen grossen Betrieb (wie es die DB ist) nicht am Tisch in Anstand die Fakten ausbreiten, diskutieren und Lösungen aushandeln? Lieber werden Millionen von öV-Kunden "versecklet"!
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    1. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Rolf Bolliger, weil vielleicht die Gewerkschafter und Firmenbosse von Machtspielen ein Ahnung haben wie sich durch zu setzen, aber keine guten Ingenieure (Mondrakete, i-Phone), keine naive Politiker (Scheinasylanten), keine guten Ärzte (Organtransplantation) und keine Automechaniker sind.
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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Aber leider ist der Spuk am Samstag Abend noch nicht vorbei. Bis alle Züge wieder an ihrem vorgesehen Standort sind, braucht es mindestens nochmals einen ganzen Tag. Also dürfte dieser Spuk erst am Sonntag Abend vorbei sein. War gestern ein Thema in deutschen Nachrichten, sollte der Streik doch früher beigelegt werden.
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    1. Antwort von HaPe Langenau, Rickenbach
      Ja genau - schlimm. Spuken die da einfach rum. Eigentlich sollte die Deutsche Bahn dem Spuk mal ein Ende bereiten und allen Spukern Spukverbot erteilen. Und das Gehalt kürzen - stimmts? Das überlegen die sich dann aber nochmal mit der Spukerei. Was ist denn los? Spuken Sie nächtelang auf leeren Bahnsteigen herum und zählen die ausfallenden Nachtzüge?
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    2. Antwort von Vreni Müller, Chur
      Nehmen Sie doch Meinfernbus.de oder einen andern Billiganbieter. Dort malochen die Chaiffeure für noch weniger Geld und Ihr Portemonnaie wird geschohnt.
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