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International MH17-Absturz: Das war der zweite Tag

Knapp zwei Tage nach dem Absturz des Malaysia-Jets sind noch nicht alle Leichen geborgen und identifiziert. Auch die Arbeit der internationalen Beobachter läuft harzig.

Die wichtigsten Fakten in Kürze:

  • 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder starben
  • Keine Opfer mit Schweizer Staatsangehörigkeit
  • Absturzursache weiterhin unklar
  • Indizien deuten auf einen Abschuss hin
  • Eine Blackbox wahrscheinlich in Rebellenhänden
  • OSZE-Beobachter können nicht ungehindert arbeiten
  • Abtransport der Leichen offenbar abgeschlossen
  • Zahlreiche Opfer noch immer vermisst

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 22:01

    Zusammenfassung des Abends

    Wir schliessen hiermit den Liveticker. Vielen Dank fürs Mitlesen. In diesem Artikel finden Sie eine Zusammenfassung der Ereignisse von den letzten 48 Stunden der MH17.

    Weitere Neuigkeiten zu den weiteren Entwicklungen gibt es weiterhin laufend auf srf.ch/news.

  • 21:54

    «Die Unfallstelle muss gesichert werden»

    Der Rechtsmediziner Christoph Markwalder über die weiteren Schritte. Er hat schon mehrere Untersuchungen nach Flugkatastrophen geleitet. Beim aktuellen Absturz bereite vor allem das riesige Trümmerfeld Schwierigkeiten.

  • 21:00

    Journalisten können sich freier bewegen als Experten

    Der ORF-Reporter Christian Wehrschütz spricht in der «Tagesschau» von den Bergungsarbeiten. Die Leichen seien weitgehend abtransportiert worden. Es sei ihm unklar, weshalb noch keine forensischen Experten zu sehen seien. Als Journalist können man sich frei bewegen.

    Legende: Video Christian Wehrschütz in der Ostukraine abspielen. Laufzeit 02:25 Minuten.
    Aus Tagesschau vom 20.07.2014.
  • 19:52

    Niederlande übernimmt Identifizierung

    Der niederländische Premierminister Mark Rutte hat heute gesagt, dass die Niederlande die internationale Identifizierung der Absturzopfer in der Ostukraine koordinieren werde. Ab morgen fahre ein Expertenteam zur Unfallstelle. Gemäss Rutte wird zudem in der ukrainischen Stadt Charkow ein Koordinationszentrum eingerichtet.

    «Alle Bemühungen sind darauf fokussiert, die Leichen ins Gebiet zu bringen, dass von der Ukraine kontrolliert wird», sagte der Premier heute an einer Pressekonferenz.

  • 17:33

    Trümmerteile im Vorgarten

    Die Wrackteile des Malaysia-Jets sind über ein Gebiet von rund 20 Km2 verstreut. Einige Bewohner in der Region um Grabowo hatten Glück, dass ihre Häuser nicht von Trümmern getroffen wurden.

  • 15:43

    Zahl der geborgenen Opfer wächst

    Laut dem ukrainischen Vize-Regierungschef Wladimir Groisman sind weitere 27 Leichen geborgen worden. Zudem hätten die Bergungsteams Überreste von 20 weiteren Opfern gefunden. Damit stieg die Zahl der geborgenen Leichen auf 214. Insgesamt waren bei dem Unglück 298 Menschen ums Leben gekommen.

  • 15:25

    Für USA ist klar: Separatisten schossen die Maschine ab

    US-Aussenminister John Kerry verurteilte am Sonntag die Situation rund um den Absturzort. «Was hier passiert, ist wirklich grotesk», sagte er dem Fernsehsender NBC. Zudem gebe es seiner Meinung nach klare Beweise dafür, dass die Maschine von den Separatisten abgeschossen worden sei. Laut Kerry ist zudem klar, dass das zum Abschuss verwendete Raketensystem aus Russland in die Region gebracht wurde.

  • 15:17

    Verwirrung um Blackboxes gelöst?

    Die Rebellen wollen die geborgenen Flugschreiber der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) übergeben. Das sagte Rebellenführer Alexander Borodai am Sonntag.

  • 15:07

    Ukrainerinnen trauern

    «In Kriegsgebieten sind oftmals Frauen die einzigen mit Rückgrat», kommentiert ein Twitter-User unten stehendes Bild. Die Ukrainerinnen waren mit Blumen zur Unglücksstelle gekommen und hatten für die Opfer gebetet.

  • 14:57

    Geborgene Leichen in Kühlwaggons

    Die OSZE hat heute die von der Unglücksstelle entfernten Leichen inspizieren können. Die sterblichen Überreste waren in die ostukrainische Stadt Tores gebracht worden. Drei Kühlwaggons stünden inzwischen auf dem örtlichen Bahnhof, sagte Michael Bociurkiw von der OSZE.

    Die Separatisten hätten von 167 Opfern in den Waggons gesprochen, diese Zahl habe aber nicht geprüft werden können. Die Waggons sollen bis zum Eintreffen internationaler Experten in Tores bleiben.

    OSZE-Beobachter und Separatisten vor einem Kühlwaggon - sich die Nase zuhaltend.
    Legende: OSZE-Beobachter inspizieren die Kühlwaggons. Die Verwesung der Leichen muss schon stark fortgeschritten sein. Reuters
  • 13:57

    Borodai: Flugschreiber doch unter Kontrolle der Separatisten

    Rebellenführer Alexander Borodai bestätigte an einer Pressekonferenz, was einer seiner Soldaten per Twitter heute bereits in Umlauf gebracht hat: «Einige Gegenstände, darunter wahrscheinlich auch die Blackboxen, wurden gefunden und nach Donezk geschafft. Sie sind unter unserer Kontrolle.»

    Dieses Reuters-Bild vom 18.07. soll angeblich einen Mitarbeiter des Bergungsteams mit einem Flugschreiber zeigen.

  • 13:34

    EU droht mit Sanktionen

    Frankreich, Deutschland und Grossbritannien fordern von Wladimir Putin die Separatisten dazu zu bringen den internationalen Experten umfassenden Zugang zur Absturzstelle zu gewähren. Vom Büro des französischen Präsidenten Francois Hollande heisst es, dass die EU Konsequenzen beschliessen wird, sollte Russland nicht sofort die erforderlichen Massnahmen ergreifen.

  • 13:06

    Holland in Trauer

    In der Niederlande finden heute zahlreiche Gedenkgottesdienste statt. In Haarlem zünden Trauernde 198 Kerzen an – für jedes Absturzopfer eine.

    Trauernde zünden Kerzen an, die um einen Brunnen aufgereiht sind.
    Legende: Die Trauer in Holland ist gross. Hier in der Sint Bavo Kathedrale in Haarlem, wo zum Gedenken Kerzen angezündet werden. Reuters
  • 12:54

    Verwirrspiel um die Black Boxes

    Ein pro-russischer Rebell, der sich auf Twitter «Novorossiya» (Neues Russland) nennt, gibt an zu wissen, wo sich die Flugschreiber befinden. Sie seien bereits in die Separatistenstadt Donezk gebracht worden.

    Sergej Kavtaradze, ein Führungsmitglied der Rebellen, wollte den Tweet nicht weiter kommentieren. In Kürze solle dazu aber eine Pressekonferenz der Separatisten stattfinden.

  • 12:27

    Menschen trauern weltweit um ihre Angehörigen

    In Eynesbury (Australien) haben zahlreiche Angehörige und Freunde dem Tod einer fünfköpfigen Familie gedacht. Die Eltern und ihre drei Kinder waren auf dem Heimweg nach Melbourne als das Flugzeug der Malaysia Airlines abstürzte.

  • 12:04

    Cameron redet Klartext

    Nach seinem Aussenminister hat sich nun auch der britische Premier für einen härteren Kurs gegen Russland ausgesprochen. In einem Artikel der «Sunday Times» schrieb er: «Wenn Präsident Putin seine Haltung zur Ukraine nicht ändert, dann müssen Europa und der Westen ihre Haltung zu Russland grundsätzlich ändern.»

    Der Regierungschef warf nicht näher benannten EU-Staaten vor, die Konfrontation mit Moskau zu scheuen. Europa verhalte sich, als bräuchte es Russland wirtschaftlich dringender als umgekehrt. «Es ist aber an der Zeit, dass wir unsere Macht, unseren Einfluss und unsere Ressourcen einsetzen», forderte Cameron,

    Man müsse den Moment der Empörung deshalb nun in einen Moment der Tat umsetzen, schrieb er via Twitter.

  • 11:47

    Welt-Aids-Konferenz gedenkt der Opfer

    Mit einer Schweigeminute hat die 20. Welt-Aids-Konferenz in Melbourne begonnen. An Bord des Flugzeugs waren sechs Delegierte der Konferenz. Unter ihnen befand sich unter anderem der ehemalige Präsident der Internationalen Aids-Gesellschaft, Joep Lange aus den Niederlanden.

  • 11:10

    Grossbritannien mahnt Sanktionen an

    Geht es nach London, dann wird die EU schon bald weitere Sanktionen gegen Russland beschliessen – sollte Moskau nicht seine Blockadepolitik aufgeben.

    Aussenminister Philip Hammond will sich deshalb am Dienstag mit seinen europäischen Amtskollegen treffen, um über weitere Massnahmen zu beraten. «Wir werden versuchen, unsere europäischen Partner davon zu überzeugen, die Sanktionen gegen Russland auszuweiten.»

  • 11:00

    Vorgehen der Rebellen sorgt für Empörung

    Noch immer sorgt das Unverständnis über die Haltung der Separatisten, Ermittler und Bergungsteams nicht frei arbeiten zu lassen, für weltweite Empörung.

    Besonders gross ist der Aufschrei bei den betroffenen Nationen – wie dieser Tweet eines niederländischen Users zeigt. Er bringt darin seine Empörung zum Ausdruck, dass zwar die Bevölkerung vor Ort offenbar den Unglücksort ohne Restriktionen betreten kann, der Rest der Welt aber aussen vor bleiben muss.

  • 10:53

    Umgang mit sterblichen Überresten scheint geklärt

    Kein Durchbruch, aber ein erster Schritt: Offensichtlich haben sich die ukrainische Regierung und die pro-russischen Rebellen bezüglich des Umgangs mit den Toten geeinigt.

    Mit den Separatisten sei vereinbart worden, die sterblichen Überreste zunächst in speziellen Eisenbahnwagen zu lagern, sagte Vize-Regierungschef Wladimir Groisman. Die Identifizierung erfolge dann möglicherweise in der etwa 300 Kilometer entfernten Grossstadt Charkow. Dort sei eine Untersuchungskommission eingerichtet worden, so Groisman.

Willkommen zum Liveticker. Wir berichten an dieser Stelle fortlaufend über die jüngsten Entwicklungen zum Flugzeugabsturz in der Ostukraine. Noch immer ist nicht gesichert, ob Flug MH17 tatsächlich abgeschossen wurde und wenn ja, von wem. Ein Ermittlerteam der Malaysian Airlines will heute dazu an der Absturzstelle seine Arbeit aufnehmen. Ob die Spezialisten freien Zugang erhalten, ist zur Stunde aber noch unklar.

Einen Überblick der Ereignisse des gestrigen Tages finden Sie hier. Zudem haben wir am Freitag eine Zusammenfassung der Kommentare von Medien, Expertenportalen und Usern in den Sozialen Netzwerken für Sie zusammengestellt.

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58 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Weiler, St. Gallen
    @Planta. Und warum ist der Aufschrei der Empörung angesichts der täglich umgebrachten Zivilisten, Frauen und Kinder, in der Ostukraine nirgends zu hören??
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  • Kommentar von Hans Weiler, St. Gallen
    Zwei Flugzeuge der Malaysia Airlines innert kurzer Zeit. Malaysia hat als einziges Land Bush und Blair als Kriegsverbrecher verurteilt…..
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Die Spekulationen werden immer abenteuerlicher und wären eigentlich zum Lachen, wenn keine Toten zu beklagen wären.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Einfach beschämend und auch Charakter entlarvend, wie auch jetzt hier im Forum nach "Erklärungen" gesucht wird, um die ganze Schuld dem "bösen" Westen und der "bösen" Regierung in Kiew in die Schuhe schieben zu können!! Hallo Leute, aufwachen: In diesem Flugzeug sassen 80 (!) Kinder und von den Erwachsenen etwa 100, die an einem internationalen Aids-Kongress teilnehmen wollten, und fast 200 Niederländer. Habt ihr von der Russland-Fraktion überhaupt kein Mitgefühl? Es sieht so aus.
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    1. Antwort von Hans Peter Dietrich, Gümligen
      So wie sie argumentieren waren sie offensichtlich vor Ort und wissen fundiert wer was wie und wohin geschossen hat. Ich denke als Aussenstehende Schuldzuweisungen zu machen braucht es klare unabhängige Untersuchungen und dann können sie dann Schuldzuweisungen machen. Und dann sollen die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden und zwar rigoros.
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    2. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Erschreckend sind vor allem diejenigen Machthaber hüben wie drüben, welche nun ihre geopolitischen Machtspiele ausspielen. Zumindest fragwürdig ist die voreilige Beschuldigung Russlands und das vorläufig verbale Säbelrasseln des Westens. Was bringt das - auch wenn es die Rebellen mit russischem Material waren? Warum nicht erst mal die Abklärungen abwarten? Siehe Syrien, als USA-Haudegen schon loschlagen wollten, bevor die Sache genauer untersucht war.
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    3. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Es geht auch darum, durch besonnenes Vorgehen nicht noch mehr Leid zu verursachen. Das Verhalten von USA, GB und D sind ziemlich fragwürdig. Natürlich hat Putin schon so manches auf dem Gewissen und sind die Rebellen Kriegsschergen - aber voreilige gegenseitige Beschuldigungen bringen jetzt wirklich nichts, im Gegenteil.
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    4. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @H. Bernoulli: Vor allem sehr fragwürdig ist die rasche Anschuldigung schon bei ersten Meldungen über dieses Unglück von der Regierung in Kiew gegen Russland & die Separatisten. Kennen wir das nicht aus Kiew & diesen Scharfschützen? Da wurde auch sofort Russland beschuldigt, aber wie sich später herausstellte, war es die Regierung selber, welche diese angeheuert hatte. Und jetzt fordert sie, dass die Separatisten international als Terroristen-Gruppe aufgeführt wird. Die sind vollkommen...na ja!
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