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International Millionen Syrer in Not – die Schweiz soll mehr helfen

Zerbombte Städte, zehntausende Tote und drei Millionen Flüchtlinge: Der Bürgerkrieg in Syrien scheint fast vergessen – während das Elend immer grösser wird. Das Rote Kreuz fordert die Schweiz auf, mehr Menschen aufzunehmen.

Spielende Kinder in einem Flüchtlingscamp für Syrer in Jordanien.
Legende: Spielen, um zu vergessen: Ein Flüchtlingscamp in Jordanien. Keystone

Seit drei Jahren herrscht in Syrien Krieg. Mehr als 100‘000 Menschen starben, drei Millionen flüchteten – Tendenz steigend. Mit dem Vormarsch der IS-Kampftruppen im Nachbarland Irak und Syrien hat sich die Situation der Kriegsflüchtlinge nun weiter verschlechtert.

Der Bund soll daher mehr humanitäre Visa für besonders schutzbedürftige syrische Flüchtlinge ausstellen. Das fordert das Schweizerische Rote Kreuz (SRK).

Im Rahmen eines Pilotprojekts nimmt die Schweiz mit solchen humanitären Visa bereits 500 Frauen, Kinder, alte und kranke Menschen aus dem Bürgerkriegsland auf.

Der SRK ist das nicht genug. Angesichts der menschlichen Katastrophe sollte der Bund mehr solcher so genannten Resettlement-Flüchtlinge, Link öffnet in einem neuen Fenster aufnehmen.

Die Nachbarländer Syriens haben mit der Aufnahme von sehr vielen Flüchtlingen eine grosse Belastung auf sich genommen. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit und der Solidarität, dass auch wir dazu beitragen, den Menschen in dieser Notsituation Schutz zu gewähren.
Autor: Markus MaderSRK-Direktor

Neben dem Asyl, das nur einem Bruchteil von Flüchtlingen gewährt wird, bietet das humanitäre Visum für Resettlement-Flüchtlinge die dauerhafte Neuansiedelung in einem zur Aufnahme bereiten Drittland.

Um für diesen Status ein Visum zu erhalten, müssen die Personen unmittelbar an Leib und Leben gefährdet sein. Weil die Schweiz keine diplomatische Vertretung mehr in Syrien unterhält, können syrische Flüchtlinge nur in einem Drittstaat ein entsprechendes Gesuch für die Schweiz stellen – und müssen somit eine Gefährdung auch im Drittstaat geltend machen.

Die Zahl der weltweit neuangesiedelten Flüchtlinge liegt derzeit bei etwa 80‘000.

Aufnahme dank Familiennachzug

Seit September 2013 wurden in der Schweiz bislang 4727 Syrer vorläufig aufgenommen.

Zwischen September und November 2013 konnten syrische Flüchtlinge mit Verwandten in der Schweiz erleichtert einreisen. Laut Bundesamt für Migration wurden aufgrund dieser vorübergehenden Massnahme 3700 Visa ausgestellt.

Bis August 2014 ermöglichte die SRK nach eigenen Angaben 1027 weiteren syrischen Flüchtlingen die Einreise in die Schweiz.

Flucht zu den Nachbarn

Die grosse Mehrheit der syrischen Flüchtlinge rettet sich laut der UNO-Flüchtlingsbehörde UNCHR in die Nachbarländer: In den Libanon flüchteten 1,1 Millionen, nach Jordanien 608‘000 Personen und in die Türkei 815‘000 Syrer.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Satyr Steph, Höri
    Das Problem an solchen "Flüchtlingen" ist, dass sie ihre Kultur mitbringen, die in ihrer Heimat zu den Zuständen geführt hat, vor denen sie geflüchtet sind. Kopftücher und Scharia-Polizei, damit die lieben Flüchtlinge sich nicht unwohl fühlen? NEIN
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    1. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      "Satyr Steph" spricht dieses Faktum offen aus, was sehr viele Menschen hier schon lange besorgt macht: Eben diese ernst zu nehmende Problematik im ganzen, seit dem Balkankrieg, schweizerischen Asylwesen: Unsere "Sozial-Industrie" und Bundesrat will all die "Flüchtlinge" nicht nur vorübergehend aufnehmen und mit viel Steuergelder integrieren, sondern das Bleiberecht fördern. Die meisten "Aufgenommenen" aus den verschiedenen Erdteilen, wollen aber ihre eigene Kultur und Religion niemals aufgeben!
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  • Kommentar von U.Fröhlich, Herisau
    Solange wir keine Flüchtlinge sind, können wir noch so gut dafür oder dagegen sein! Wenns an unser eigenes Leben geht, dass wir unser Land verlassen müssten, wären wir nicht auch überaus dankbar, wenn uns jemand ein Zuhause anbieten würde?
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  • Kommentar von Mery bieri, Bern
    Warum muss die Schweiz mehr Flüchtlinge aufnehmen, geht nicht das ist ein Problem das die ganze EU betrifft die Schweiz ist das kleinste Land und schon jetzt übervölkert. Die Flüchtlinge Werden nach dem Krieg unser Land nicht mehr verlassen also oder jeder Flüchtling muss unterschreiben das er nach dem Krieg wieder in seine Heimat zurück geht und dort sein Land wieder aufbaut aber leider bringt das die Regierung nicht fertig.
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