Zum Inhalt springen

International Mindestens 33 Menschen sterben bei IS-Anschlag im Südirak

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in der südirakischen Stadt Samawa zwei Autobomben gezündet. Diese rissen mindestens 33 Menschen in den Tod, mehr als 50 weitere wurden verletzt.

Zwei ausgebrannte Autos, darum herum Zivilisten
Legende: Nur 400 Meter voneinander entfernt: Binnen weniger Minuten gingen in der Stadt Sanawa zwei Sprengsätze in die Luft. Reuters

Innert weniger Minuten sind im Zentrum der südirakischen Stadt Samawa zwei Autobomben explodiert. Der erste Sprengsatz wurde laut Polizei gegen Mittag an einer Bushaltestelle gezündet, der zweite knapp fünf Minuten später in 400 Metern Entfernung.

Mindestens 33 Menschen kamen bei den Explosionen ums Leben. Mehr als 50 weitere Menschen wurden nach Angaben von Ärzten und Sicherheitskräften verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich im Internet zu den Anschlägen. Sie erklärte, zwei Attentäter hätten sich nacheinander mit Autobomben in die Luft gesprengt.

Anschlag in Bagdad am Samstag

Samawa liegt rund 230 Kilometer südlich von Bagdad. Sie ist die Hauptstadt der Provinz Muthanna, welche direkt an Saudi-Arabien grenzt und zum Kernland der Schiiten gehört. Anschläge dieser Art sind hier eher selten – im Gegensatz zur Region um die irakische Hauptstadt Bagdad.

In Bagdad war erst am Samstag ein Autobombenanschlag auf schiitische Pilger verübt worden. Mindestens 24 Menschen wurden getötet. Auch zu dieser Tat bekannte sich der IS. Die sunnitische Terrormiliz sieht die Schiiten als «Abtrünnige» an, und verübt deshalb immer wieder Anschläge auf sie.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Erwin Jenni (ej)
    Der IS zeigt wieder seine hässliche Fratze! All diese islamistisch-ideologischen Terrororganisationen, seien dies Hamas, Hisbollah oder der IS sollten endlich mit allen Mitteln bekämpft werden. Wenn ich "alle Mittel" sage, meine ich sowohl finanzielle als auch militärische und dies konsequent. Hätte der Westen sich nicht jahrzehntelang mit Terrororganisation wie PLO, Hamas und Hisbollah arangiert, sondern den Terror konsequent sanktioniert, wäre heute das Problem weitaus kleiner.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Bruno Vogt (b.vogt)
      Der IS ist dank des Westens entstanden. Wäre die USA 2003 nicht in den Irak eingefallen und hätte die dortige Armee aufgelöst und die Marionette Maliki installiert, hätten die sunnitischen Extremisten keinen solchen Zulauf erhalten. Danach wurde der IS bewusst nicht ausgelöscht, da Washington hoffte dadurch Assad zu stürzen. Das hat nicht funktioniert. Wie erklärt sich sonst, das der IS noch nie eine Rakete auf Israel abgefeuert hat, obwohl sie ein Gebiet direkt an den Golanhöhen kontrollieren?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Erwin Jenni (ej)
      Genau solche Aussagen wie diese sind eben nur die halbe Wahrheit, denn Sunniten und Schiiten sind sich so spinne Feind, dass weder die USA noch sonstwer etwas an dieser Gewalt hätte ändern können. Maliki war ja der Versuch, die schiitische Minderheit zufrieden zu stellen. Bei Israel stimmt dies ebensowenig, weil der IS genau weiss, was für einen Preis er bezahlen müsste, würde er Israel ernsthaft bedrohen. Dazu kommt, dass Israel immer wieder IS Zellen in Syrien angreift, wie Ägypten im Sinai.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Erwin Jenni (ej)
      Ich korrigiere mich: Schiitische Mehrheit mit ca. 60% im Irak, ca. 35% Sunniten und die überwiegend sunnitischen Kurden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen