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Monarch kritisiert Katalonien Für Spaniens König ist eine Loslösung «inakzeptabel»

Spaniens König Felipe VI.
Legende: Spaniens König Felipe VI. äussert sich während der Verleihung der Prinzessin-von-Asturien-Preise zu Katalonien. Keystone

Der König von Spanien, Felipe VI., hat die Absicht der Region Katalonien zur Loslösung von Spanien als «inakzeptabel» bezeichnet. Den Konflikt werde Spanien aber mit Hilfe «seiner rechtmässigen demokratischen Institutionen lösen». Das sagte der spanische Monarch im nordspanischen Oviedo. Bei der Zeremonie zur Verleihung der renommierten Prinzessin-von-Asturien-Preise versicherte er, Katalonien sei ein Teil des Spaniens des 21. Jahrhunderts und werde es auch in Zukunft bleiben.

«Kein Zukunftsprojekt kann aufgebaut werden, indem man das demokratische Zusammenleben zerstört. Kein Zukunfts- und Freiheitsprojekt kann sich auf Abneigung und auf eine stets schmerzhafte und herzzerreissende Spaltung der Gesellschaft, der Familien und der Freunde stützen. Und kein Projekt kann zur Isolierung und Verarmung eines Volkes führen», sagte Felipe.

EU als Preisträgerin

Die Europäische Union wurde in der Sparte Eintracht mit dem Preis ausgezeichnet. Darum wohnten der Rede des Königs auch der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani und EU-Ratspräsident Donald Tusk bei.

Juncker und Tajani hoben ihre Freude hervor, in Oviedo «viele spanische Fahnen» gesehen zu haben. In seiner Dankesrede wies Tajani «nationalistische Egoismen» zurück. Er rief unter dem Jubel des Publikums dazu auf, keine Grenzen zwischen Europäern zu errichten.

Prinzessin-von-Asturien-Preise

Die Prinzessin-von-Asturien-Preise (Premios Príncipe de Asturias) werden jährlich in Oviedo, der Hauptstadt des Fürstentums Asturien, von der gleichnamigen Stiftung vergeben. Seit der Krönung von Felipe VI. zum König von Spanien wurden die Stiftung und die Preise 2014 nach der neuen Fürstin von Asturien und Infantin von Spanien, Prinzessin Leonor, umbenannt.

Warnung des Monarchen

König Felipe äusserte sich in Oviedo zum zweiten Mal zum Konflikt mit Katalonien. Nur zwei Tage nach dem umstrittenen Referendum über eine Unabhängigkeit in Katalonien hatte der Monarch in einer Fernseh-Rede gewarnt, die separatistische Regionalregierung setze mit ihren Plänen «die wirtschaftliche und soziale Stabilität» von Katalonien und von ganz Spanien aufs Spiel.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Für Spaniens König ist ein Loslösung inakzeptabel. Für mich ist inakzeptabel, dass er sich überhaupt einmischt. Er Verschlimmert das Ganze nur noch.
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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    Leute wie Gemperle und Röthenmund sollten sich mal überlegen warum wir überhaupt eine Nation Schweiz sind. Selbstverständlich hat der geschichtliche und kulturelle Hintergrund eines Volkes Einfluss auf eine selbständige staatliche Gemeinschaft. Vergangene, aktuelle Unterdrückung von zusammengehörigen Volksgruppen führte schon immer zur Rebellion/Kriegen mit Gründung neuer Nationen.
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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    Ich verbringe z.Zt. Ferien in Katalonien. Dieses korrupte Bourbonen Königshaus wird von allen Katelanen wegen seiner unrühmlichen geschichtlichen Vergangenheit zutiefst gehasst. Der König giesst mit seinen Aussagen nur noch „Öl ins Feuer“. Die spanischen Zentralisten mit dem unfähigen Rajoi müssen Katalonien früher oder später eine weitgehende Autonomie gewähren. Ausser sie riskieren einen weiteren Bürgerkrieg.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Herr Scheidegger, gerade da liegt ein Problem von vielen Menschen, man schürt Hass von gewesenem. Das ist Geschichte und Geschichte ist Vergangenheit! Wer die Vergangenheit nicht sauber aufarbeitet und Geschehenes stehen lassen kann, wird nie Ruhe haben und auch keine Zukunft! Sieht man jetzt in Österreich das wieder Braun unterwegs ist, weil man nie dazu stand das man braun wahr im 2. Weltkrieg, sondern sich als Opfer verkaufte! Der Hass wird hier in Katalonien bewusst geschürt!
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    2. Antwort von Peter Gemperle (PGT)
      Herr Schaltegger, der Herr Röthenmund hat total Recht. Ich konstruiere Mal ein Beispiel, das Ihr Verhalten aufzeigen soll. Also frei erfunden. Gesetzten Falles Ihr Grossvater wäre ein Mörder gewesen (ist er ja sicher nicht), hätten Sie dann sehr viel Freude daran, wenn Sie an der scheusslichen Tat Ihres Grossvaters gemessen würde? Ihr Grossvater möge mir den Vergleich verzeihen.
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