Nahost-Kontrahenten vor «schweren Entscheidungen»

Seit Monaten bemüht sich US-Aussenminister Kerry um eine Wiederbelegung des seit 2010 ausgesetzten Nahost-Friedensprozesses. Am Ende seiner dritten Reise in die Region klingt er ungeduldig.

US-Aussenminister Kerry redet

Bildlegende: Erhöht Druck auf Konfliktparteien im Nahen Osten: US-Aussenminister Kerry. Reuters/Archiv

Bei den Bemühungen um eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses ist nach Worten von US-Aussenminister John Kerry jetzt die Zeit «schwerer Entscheidungen» für Israelis und Palästinenser gekommen.

«Ich bin nun mehrere Male hier gewesen, beide Seiten kennen die Alternativen und wissen, was notwendig ist, um Fortschritte zu erzielen. Nun ist es an den Regierungen, sich zu entscheiden», zitierte die Zeitung «Jerusalem Post» Kerry zum Abschluss seiner Gespräche in Israel und im palästinensischen Westjordanland.

US-Plan in Vorbereitung

Kerry rief Israel auf, den Ausbau seiner Siedlungen im Westjordanland freiwillig einzustellen. Zugleich bezeichnete er die palästinensische Forderung nach einem Siedlungsstopp als Bedingung für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch aber als nicht hilfreich. «Letztlich wird es zur Beendigung dieses Konflikts Führungskraft auf beiden Seiten bedürfen».

Aussitzen lasse sich der Streit zwischen Israelis und Palästinensern jedenfalls nicht. «Je länger es dauert, den Konflikt friedlich beizulegen, desto schwerer wird dies werden», warnte er beide Seiten. Nach Medienberichten will Kerry Anfang Juni einen Plan für die Wiederaufnahme der Gespräche vorlegen.

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Obama im Nahen Osten

4:25 min, aus Tagesschau am Mittag vom 22.3.2013

Israelis sollen sich entscheiden