Zum Inhalt springen

International Polizei stellt sich auf die Seite der Opposition

Die ukrainischen Sicherheitsorgane des Innenministeriums haben sich in Kiew offiziell auf die Seite der Opposition geschlagen. Das Innenministerium unterstütze den Wunsch nach einem politischen Wandel, hiess es in einer Erklärung.

Aktivisten haben den Regierungssitz widerstandslos eingenommen.
Legende: Aktivisten haben offenbar den Regierungssitz in Kiew widerstandslos eingenommen. Reuters

Die ukrainischen Sicherheitsorgane des Innenministeriums haben sich in Kiew offiziell auf die Seite der Opposition geschlagen. Das teilte die für die Polizei im Land zuständige Behörde auf ihrer Internetseite am Samstag mit.

Das diene ausschliesslich dem ukrainischen Volk und unterstütze vollständig das Streben der Bürger nach schnellstmöglichen Änderungen, hiess es in der Mitteilung.

«Die Miliz ruft die Bürger auf, mit gemeinsamen Anstrengungen die Rechtsordnung im Staat zu wahren, keine Vernichtung der Infrastruktur der Rechtsschutzorgane zuzulassen, die jahrelang aufgebaut wurde und immer vom Volk benötigt wird für den Schutz vor rechtswidrigen Handlungen», teilte das Ministerium mit.

Der zuständige Minister war zuvor aus dem Land geflohen. «Der Übergang zur parlamentarisch-präsidialen Regierungsform darf kein Chaos verursachen und die Gesellschaft der Unordnung und Willkür ausliefern», hiess es weiter in der Mitteilung. «Vereinigen wir unsere Kräfte für die Schaffung eines wahrlich unabhängigen demokratischen rechtlichen europäischen Staates!»

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Zukünftig wird nun auch die Ukraine einen Röstigraben haben. Aber sehr bedenklich, wohin wir steuern, wenn sich zukünftig Gewalt durchsetzen kann?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ewald Horn, Basel
      Nicht die Gewalt hat sich durchgesetzt, sondern die Masse der friedlichen Menschen, die seit drei Monaten auf dem Platz stehen und sich immer nur verteidigten, wenn die Gefolgsleute von Janukowitsch den Maidan räumen wollten. Beim dritten Mal haben sie sich dann ernsthaft gewehrt, was ich nicht unterstütze, aber absolut verstehen kann.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Christina Bernegg, Horw
      @E.Waeden,Auch ich sehe es als sehr bedenklich an was hier abgeht.Und es ist ein anderes Muster als die EU vorgibt wo es schwierig geworden ist mit Demonstrationen da die EU den Lissabon-Vertrag abgeändert hat mit einem Schissbefehl (Tötungsschuss) bei Aufstand und Auffuhr legimitiert hat.Das ist auch ein Grund warum es im Moment noch einigermassen ruhig ist. Aber ehrlich gesagt,mir sitzt die Angst im Nacken.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      @E. Horn: Teils, teils, die Rechtsextremisten haben sich schlussendlich durch Gewalt durchgesetzt. Die "friedlichen" Massen hatten, genauso wie Pro-Regierung-Demonstranten keine Chance gegen diese Gewalt. Auch sie wurden überrannt! Und das ist eben sehr bedenklich. Man sieht in vielen anderen Ländern, wo Regierungen gestürzt worden sind! Dort herrscht nun seit Jahren Bürgerkrieg & Mio. von Menschen sind auf der Flucht. Auch die Ukraine wird nicht zur Ruhe kommen. Jetzt hat man Blut geleckt!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen