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Quarantäne für Einreisende Deutschland erklärt Schweiz zum Hochrisikogebiet – was jetzt?

Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und nach Deutschland einreisen will, muss künftig für zehn Tage in Quarantäne. Ein Überblick.

Ab wann gilt die Schweiz ab Hochrisikogebiet? Die deutsche Regierung stuft die Schweiz neu als Hochrisikogebiet ein. Das schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI) in einer Mitteilung. Am Sonntag, 5. Dezember, tritt die Regelung in Kraft.

Was heisst das für Einreisende nach Deutschland? Wer aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Nach fünf Tagen kann man die Quarantäne mit einem negativen Corona-Test abkürzen. Kinder unter zwölf Jahren müssen fünf Tage in Quarantäne. Geimpfte und Genesene müssen ihre Einreise digital anmelden, darüber hinaus fallen keine Auflagen an.

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Archiv: Wie will Deutschland Covid-19 in den Griff kriegen?
Aus Tagesschau vom 30.11.2021.
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Was gilt für Grenzgängerinnen und Grenzgänger? Wer in der Schweiz oder in Deutschland seinen Wohnsitz hat und sich zwingend zur Berufsausübung, dem Studium oder der Ausbildung ins andere Land begibt, ist von der Quarantäne-Regel ausgenommen. Auch wer sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden im Hochrisikogebiet Schweiz aufhält oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreist, ist von der Quarantäne ausgenommen. Siehe dazu die Liste der deutschen Behörden zu den Ausnahmen.

Gilt für Deutsche nun ein Reiseverbot in die Schweiz? Nein. Mit der Einstufung der Schweiz als Hochrisikogebiet ist allerdings eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts in Berlin für nicht notwendige touristische Reisen verbunden. Das macht es deutschen Touristinnen und Touristen einfacher, bereits gebuchte Reisen kostenlos zu stornieren – es ist aber kein Reiseverbot.

Wieso dieser drastische Schritt von Deutschland? Die deutschen Behörden begründen ihr Vorgehen mit den hohen Infektionszahlen in der Schweiz. So gilt die Schweiz derzeit als Gebiet mit besonders hohem Covid-19-Infektionsrisiko. Der 7-Tage-Schnitt der Neumeldungen pro Million Einwohnerinnen und Einwohner ist in der Schweiz deutlich höher als in Deutschland (Stand 3. Dezember).

Welche Länder stehen ebenfalls auf der deutschen Liste der Hochrisikogebiete? Österreich, Belgien und die Niederlande gelten bereits seit längerem als Corona-Hochrisikogebiete. Neben der Schweiz hat die deutsche Regierung auch Polen, Liechtenstein, Jordanien und Mauritius neu zum Hochrisikogebiet erklärt. Per Sonntag von der Risikoliste gestrichen werden Thailand, Usbekistan sowie St. Vincent und die Grenadinen in der Karibik.

Wie reagieren die Schweizer Behörden? Auch die Schweiz verschärft die Einreisebestimmungen. Ab morgen Samstag werden alle Länder von der Quarantäneliste gestrichen. Dafür gilt ein verschärftes Testregime. Wer in die Schweiz einreist, muss neben einem negativen PCR-Test auch einen zweiten Test (PCR- oder Antigen-Schnelltest) zwischen dem vierten und siebten Tag nach der Einreise durchführen. Die Testpflicht gilt auch für geimpfte und genesene Personen. Ungeimpfte dürfen aus Risikogebieten ausserhalb des Schengen-Raums zu privaten Zwecken nur noch in Härtefällen einreisen.

Was sagt der der Tourismus? HotellerieSuisse bewertet den Entscheid Deutschlands als «verheerend». Eine Quarantäne von zehn Tagen für Ungeimpfte halte Gäste davon ab, Ferien in der Schweiz zu verbringen, sagt eine Sprecherin des Hotelverbands der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Der Verband Schweiz Tourismus ist gelassener. «Alle Reisebeschränkungen sind für den Tourismus schädlich», sagte zwar ein Sprecher der DPA. Allerdings sei die Impfquote in Deutschland so hoch, dass immer noch viele Deutsche frei in die Schweiz einreisen könnten.

SRF 4 News, 03.12.2021, 14:00 Uhr;

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