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International Regierungschef Medwedew besucht die Krim

Als bisher ranghöchster Politiker aus Moskau, stattete Dimitri Medwedew der Krim einen Überraschungsbesuch ab. Und der russische Regierungschef hatte einige Geschenke im Gepäck: Steuererleichterungen für Investoren, mehr Sold für Armeeangehörige und höhere Renten.

Legende: Video Medwedew auf der Krim abspielen. Laufzeit 01:32 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.03.2014.
Russlands Regierungschef Dimitri Medwedew besuchte die Krim und versprach der Bevölkerung finanzielle Unterstützung.
Legende: Russlands Regierungschef Dimitri Medwedew besuchte die Krim und versprach der Bevölkerung finanzielle Unterstützung. Keystone

Es ist der höchste Besuch, seit Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektiert hatte – und Ministerpräsident Dimitri Medwedew hatte bei seinem Besuch am Montag gleich mehrere Überraschungen im Gepäck. So kündigte Medwedew an, Krim soll zu einer Sonderwirtschaftszone werden.

«Wir müssen bei den Investitionen ein neues Kapitel der Geschichte schreiben, besser als bisher», erklärte Medwedew. Mit Steuererleichterungen will Russland Investoren anlocken. Zudem sprach Medwedew Armeeangehörigen mehr Sold und Pensionären höhere Renten zu. Auch ein neues Staatsministerium soll die Halbinsel erhalten.

Ukraine verurteilt Besuch

«Aus dem Zusammenschluss mit Russland sollen den Bewohnern der Krim einzig Vorteile hervorgehen», so Medwedew vor Journalisten. Die Region mit rund zwei Millionen Einwohnern soll zur Topdestination für Touristen werden. Dazu hat Medwedew auch angetönt, dass Flugtickets in die Region günstig gehalten werden sollen, um möglichst viele Russen zu einem Besuch zu motivieren.

Medwedews Besuch auf der Krim stiess bei der ukrainischen Regierung auf Unverständnis. Es sei ein «geschmackloser Übergriff» internationalen Rechts, beklagte ein Sprecher des ukrainischen Ministeriums Russlands Vorgehen.

Truppenabzug

Russland zieht ein motorisiertes Infanteriebataillon aus dem Grenzgebiet zur Ukraine ab. Die Truppen seien nach einer Übung aus der Region Rostow am Don wieder in die Kasernen der Region Samara zurückgekehrt, hiess es aus Moskau.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    Also ich verstehe dieses ganze Gezerre um die Krim nicht. Sie gehört jetzt wieder wie früher zu Russland und gut ist. Ein einstiger Fehler wurde wieder korrigiert. Und hätte es den Aufstand in Kiew & den Putsch der Regierung nicht gegeben, wäre Russland auch nicht einmarschiert. Und weshalb lässt man das Volk in der Ukraine nicht darüber abstimmen, wohin sie gehören möchten?
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    1. Antwort von B. Sauter, Schaffhausen
      Ich kann Ihnen nur zustimmen. Ich denke man lässt die Menschen nicht abstimmen, weil man sich vor dem Ergebnis fürchtet. Die Katalanen dürfen ja auch nicht. Als Ausrede biegt man dann die Gesetze so hin, damit es für die Mächtigen stimmt. Eine bedauerliche Entwicklung...und sicher nicht förderlich für den Frieden in Europa. Irgendwann werden die Menschen genug haben und sich erheben. Zentralisierung hat noch nie funktioniert!!
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  • Kommentar von H.Alfred Boehme, Deutschland
    Die Bevölkerung auf der Krim wurde vor Jahrzehneten nicht gefragt,ob sie zur Ukrainischen SSR gehören will,so M.Gorbatschow vor ca. einer Woche in der Chemnitzer Freien Presse.Jetzt gab es ein Referendum und das Volksfest war da.Hier geht es ja wohl nicht um versch. Volksgruppen.Die Tataren leben ja schon seit ...?mit den Russen zusammen in Tatarstan.Warum nicht auch auf der Krim!
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Taktisch machen die das recht clever. Wahrscheinlich wird es sich nun in Zukunft auf der Krim fürstlicher und besser leben lassen, als in der Ukraine. Darauf zielt die ganze Sache wohl ab. Und in der Tat, die Russen bzw. Putin wird das sicherlich so hinkriegen. Und wenn er es nun noch super-clever anstellt, sorgt er sich auch um die Minderheiten auf der Krim besser als jeder andere. Auch das liegt im Bereich des durchwegs machbaren.
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