Streik legt Griechenland lahm

Lehrer, Ärzte Beamte sowie Eisenbahner und Airlineangestellte bleiben heute in Griechenland zu Hause. Aus Protest gegen Lohnkürzungen und hohe Steuern bleiben sie für die nächsten 24 Stunden der Arbeit fern.

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Andauernde Streiks in Griechenland

1:08 min, aus Tagesschau am Mittag vom 20.2.2013

Streiks legen das öffentliche Leben in Griechenland praktisch lahm. Aufgerufen zur Arbeitsniederlegung haben die beiden grössten Gewerkschaftsverbände GSEE und ADEDY. Sie sprechen von Generalstreik. Angestellte in Supermärkten, Taxifahrer, die meisten Händler und Hotelangestellte nehmen jedoch nicht teil.

Passagiere vor einer Fähre im Hafen.

Bildlegende: Viele Fähren blieben im Hafen. Reuters

In den Spitälern wurde nur ein Notdienst aufrechterhalten. Wegen Arbeitsniederlegungen der Angestellten der zivilen Luftfahrt kam es zu Behinderungen und Verspätungen im Flugverkehr. Erhebliche Probleme gab es auch bei der Küstenschifffahrt.

Die Gewerkschaften protestieren gegen Lohnkürzungen und hohe Steuern, mit denen die Regierung in Athen eine Pleite des Landes abwehren will.
 

Schrumpfende Wirtschaft

Im krisengeplagten Griechenland schrumpft die Wirtschaft seit sechs Jahren. Vor allem junge Leute leiden schwer: Mehr als 60 Prozent der Menschen unter 24 Jahren haben keinen Job.
 
Die Regierung hatte zuletzt einen harten Kurs den Gewerkschaften gegenüber eingeschlagen und allein in diesem Jahr zwei Mal Seeleute und U-Bahn-Beschäftigte per Notverordnung zurück an die Arbeitsplätze geschickt.