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International US-Journalist von Dschihadisten ermordet?

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat angeblich einen amerikanischen Journalisten getötet. Auf einem Video ist zu sehen, wie der Mann offenbar geköpft wird. Die Terrororganisation droht mit weiteren Exekutionen, sollten die USA ihre Luftangriffe in Irak fortsetzen.

Legende: Video US-Journalist hingerichtet abspielen. Laufzeit 01:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 20.08.2014.

Im Video kniet ein kahlgeschorener Mann in einer orangenen Robe in einer Wüste. Er wird als der US-Journalist James Foley ausgewiesen, der vor zwei Jahren in Syrien entführt wurde. Er sagt, die US-Bomben im Irak seien sein Todesurteil gewesen.

Neben ihm steht ein schwarz gekleideter Dschihadist des Islamischen Staates IS mit verhülltem Gesicht. Er sagt mit leicht britischem Akzent: Der Angriff Obamas gegen das muslimische Kalifat werde amerikanisches Blutvergiessen zur Folge haben.

Zweiter verschleppter US-Journalist im Video

Das Video zeigt nach der Köpfung des angeblichen James Foley das Bild eines weiteren Mannes in einem orangenen Häftlingsanzug. Er wird als Steven Svotloff identifiziert – ein weiterer amerikanischer Journalist, der letztes Jahr in Syrien verschwand. Auch ihm wird im Video mit der Ermordung gedroht.

Eine Sprecherin des US-Sicherheitsrates sagte, sie drücke der Familie ihr Mitgefühl aus, falls das Video echt sei. Die Geheimdienste seien daran, es zu verifizieren.

Es ist nicht zu erwarten, dass die USA wegen der grausamen Botschaft nun die Luftangriffe unmittelbar stoppen. Das Video könnte aber dazu führen, dass die innenpolitische Stimmung kippt und der Rückhalt für die amerikanische Militäraktion im Irak geschwächt wird.

Die Familie trauert

Die Familie Foleys bestätigte seinen Tod auf Facebook. «Wir waren niemals stolzer», schrieb die Mutter. Er sei ein aussergewöhnlicher Sohn und Journalist gewesen. In dem auf der Facebook-Seite «Find James Foley» veröffentlichten Schreiben forderte Diane Foley die IS-Kämpfer auf, das Leben weiterer Entführter zu verschonen.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Etwas scheint vielen Leuten immer noch nicht klar zu sein, vor allem nicht den "Progressiven", die so gern gegen vieles wettern, was aus dem Westen kommt, und vor allem gegen die USA und die NATO gifteln: Falls so etwas Ähnliches wie der IS hier jemals an die Macht kommen sollte, würden die "Gotteskrieger" keinen Unterschied zwischen den "Progressiven" und "Faschisten" machen. Dann würden viele von denen auf die gleiche Weise und direkt nebeneinander vor den Schlächtern knien.
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Übelkeit und massive Magenschmerzen bekam ich als ich diesen Artikel las. Wenn ich mir vorstelle was unsere Nachkommen noch alles erwartet, wenn die Islamisierung in diesem Masse fortschreitet.
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  • Kommentar von botan dersim, zollikon
    doch unsere Bewegung ist lebenswichtig für den Menschheit wollen wir wie Menschen leben oder wie Tiere? Und einer der vier Grundsteine der schweizergrundgesetz ist celebi der war auch Kurde cheers entschuldige wegen Schreibfehler mit Tablet hab ich geschrieben..es lebe zusammenhalt der Völker vergisst nicht den Schweizer tolhildan er kämpft auch gegen Ungerechtigkeit Frieden sei mit euch ein Kurde aus Schweiz...
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