US-Luftfahrtbehörde gerät unter Druck

Trotz einer Ausweitung der Untersuchungen nach der Pannenserie beim Dreamliner kommt die Behörde nicht gut weg. Das Batterie-Problem war bekannt – dennoch gab sie grünes Licht.

Die US-Behörden (FAA) haben bei der Genehmigung der hochentzündlichen Lithium-Ionen-Batterien für Boeings Dreamliner in Kauf genommen, dass die Akkus in der Luft in Brand geraten können.

Dreamliner mit Notrutschen auf dem Rollfeld.

Bildlegende: Notlandung einer Boeing 787 der All Nippon Airways vom 16. Januar. Reuters

Der Einsatz galt dennoch als sicher, solange die Flammen nicht auf andere Teile übergreifen und es Entlüftungen für Rauch sowie giftige Dämpfe gibt, wie aus Dokumenten hervorgeht, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen.

Eine Überprüfung von Regierungspapieren ergab, dass die US-Luftverkehrsbehörde FAA dem Dreamliner Sonderkonditionen gewährte. Die Sicherheitsexperten gaben grünes Licht für den Einsatz der Problem-Batterien, obwohl sie einräumten, dass
Situationen denkbar seien, in denen das System möglicherweise nicht ausreiche. Allerdings sei dies «sehr abwegig».

Ein FAA-Sprecher verteidigte die erteilte Genehmigung: Selbst bei Eintreten des «schlimmsten Falles», gebe es Systeme zur Absicherung.

Während dem FAA weiter Untersuchungen angehordnet hat, droht der Behörde eine Anhörung vor einen Senatsausschuss.