USA ziehen Bilanz: Schon über 600 Angriffe auf IS

Kampfflugzeuge der USA und verbündeter Staaten haben im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat im Irak und in Syrien bislang 632 Angriffe geflogen. Dabei sind mehr als 1700 Bomben und Raketen eingesetzt worden.

Startendes US-Kampfflugzeug.

Bildlegende: Hauptsächlich waren US-Kampfflugzeuge an den Angriffen beteiligt. Nur 70 Angriffe erfolgten durch Partnerstaaten. Keystone

Die USA ziehen Zwischenbilanz über die Luftangriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS): Bei 632 Flügen handelte sich um Angriffe auf Stellungen des IS in Syrien und im Irak. Insgesamt seien die Flugzeuge 6600 Mal gestartet, wobei ein Grossteil der Einsätze Aufklärungs- und Betankungsflüge waren. Dies teilte das US-Zentralkommando mit. Zwar beteiligen sich mehrere europäische und arabische Staaten an dem Einsatz, doch wurden nur 79 der 632 Angriffe bisher nicht von US-Kampfflugzeugen geflogen.

Irak häufiger unter Beschuss

Die US-Streitkräfte hatten im August mit Luftangriffen auf IS-Stellungen im Irak begonnen. Ende September wurden die Angriffe auf Syrien ausgeweitet, wo sie sich auch gegen die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündete Al-Nusra-Front richten. Demnach entfielen 346 Angriffe auf den Irak und 286 auf Syrien.

Nach US-Angaben flogen im Irak auch Flugzeuge Australiens, Belgiens, Grossbritanniens und der Niederlande Angriffe, während sich in Syrien Bahrain, Jordanien, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit Kampfflugzeugen beteiligten. Katar flog keine Angriffe, unterstützte jedoch die Einsätze.

Waffenlager des IS zerstört

Französische Kampfflugzeuge haben bei einem erneuten Einsatz im Irak erstmals an einem massiven Luftschlag im grösseren Verband gegen die Dschihadisten teilgenommen. Die Maschinen hätten dabei Gebäude mit gelagerten Sprengladungen, Bomben und Waffen zerstört, so Stabschef Perre de Villiers.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Hilfe für die Kurden in Syrien

    Aus Tagesschau vom 23.10.2014

    Die Türkei erlaubt es kurdischen Peschmerga-Kämpfern, über die Türkei nach Syrien zu reisen. Dort wollen sie mithelfen, die Grenzstadt Kobane gegen den IS zu verteidigen. Hilfe, die dringend benötigt wird, denn die Kurden mussten sich auch vom strategisch wichtigen Hügel Tell-Schair zurückziehen.

  • Kampf gegen die IS

    Aus 10vor10 vom 20.10.2014

    Im nördlichen Irak haben die IS-Terroristen zehntausende Jesiden eingekesselt. Währenddessen melden die Kurden in der syrischen Stadt Kobane Erfolge im Kampf gegen die IS-Miliz – auch dank eines Einlenkens der Türkei. Zudem haben die USA heute Waffen, Munition und medizinische Güter zur Unterstützung der Kurden abgeworfen.

  • Die Taktik des IS

    Aus 10vor10 vom 17.10.2014

    Während die Terrormiliz IS in der nordsyrischen Stadt Kobane an Boden verliert, dringt sie gemäss neuen Meldungen auf Bagdad zu. Die Hoffnung im Westen war gross, als die USA im August Luftangriffe starteten. «10vor10» geht der Frage nach, weshalb der IS der westlichen Allianz bislang derart die Stirn bieten konnte.