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Italiens neue Regierung Populisten feiern ihr Wahlergebnis

Italien droht nach der Parlamentswahl eine Unregierbarkeit mit unabsehbaren Folgen. Bestätigt wird der sensationelle Auftrieb der populistischen Protestbewegung «Fünf Sterne» des Komikers Beppe Grillo. Nun gibt es erste Äusserungen der Parteien.

Beppe Grillo
Legende: Eigentlicher Gewinner ist der Komiker Beppe Grillo. Keystone

Nur eines ist bei den italienischen Parlamentswahlen bis jetzt klar: Die Protestbewegung «5 Sterne» des Komikers Beppe Grillo hat einen Achtungserfolg erzielt. Grillo hat sich bereits über seinen Livestream über das Resultat geäussert: «Dies ist ein fantastisches Abenteuer. Ich will hiermit allen, die dies möglich gemacht haben, danken.»

Monti zufrieden

Italiens scheidender Regierungschef Mario Monti ist trotz des relativ schwachen Abschneidens seines bürgerlichen Bündnisses bei den Parlamentswahlen in Italien zufrieden. «Einige sind vielleicht von einem etwas besseren Ergebnis ausgegangen, aber ich bin sehr zufrieden», sagte Monti am späten Montagabend.

Mitte-rechts-Block feiert

Der Mitte-rechts-Block um Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi hat sein überraschend starkes Wahlergebnis bei den Parlamentswahlen bereits gefeiert.

«Wir sind die Koalition mit der relativen Mehrheit im Senat», erklärte der Chef von Berlusconis Mitte-rechts-Partei «Volk der Freiheit» (PdL), Angelino Alfano, bei einer Medienkonferenz am Montag in Rom, während die Stimmen noch gezählt wurden. «Das ist ein ausserordentliches Ergebnis für das wir uns bei Berlusconi bedanken», sagte Alfano.

Er dankte auch den «Millionen von Wählern, die uns vertraut haben». Doch sollte es bei dieser Konstellation bleiben, steht das Land potenziell vor einer politischen Blockade. Dabei muss Italien dringend Reformen zur Bekämpfung der Rezession und der Schuldenkrise umsetzen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von franz schleiniger, montecatini/italien
    Grillo hat profitiert von der Ueberheblichkeit des alten Politiksystems, voller Arroganz und Privilegien. Grillo hat die Medien völlig geschnitten, somit wurden seine Argumente nicht zersaust. Er hat den Finger in die Wunde Italiens gesteckt, die Klientelschaft! Aus dem Gewinn von Grillo und Berlusconi, wird nur eines klar: Italien will Monti nicht! Nun gibt es 3 gleichstarke Blöcke, alle mit grossen Schnittmengen. Am 15.April wird auch ein neuer Staatspräsident gewählt, es wird spannend.
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  • Kommentar von Marcel Amgwerd, Solothurn
    Es wäre zu hoffen, dass italien endlich dieser leidigen Eurogeschichte den Todesstoss verpasst. Egal wie sehr man es versucht schön zu reden, das Währungssystem Euro wird ohne homogenen Wirtschaftsraum nie funktionieren und davon ist die EU Lichtjahre entfernt - dafür umso näher am Abgrund, einem brennenden und verarmenten Europa! Lasst die Deutschen Deutsche, die Italienier Italienier und die Griechen Griechen sein!
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    1. Antwort von Vreni Müller, Chur
      Genau, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
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