Zwei Anschläge auf religiöse Minderheit in Homs

Bei einem Doppelanschlag in der zentralsyrischen Stadt Homs sind mindestens 57 Menschen getötet worden. Rund 100 wurden verletzt. Die Explosionen ereigneten sich in einem Stadtteil, der überwiegend von der religiösen Minderheit der Alawiten bewohnt wird.

Die zwei koordinierten Bombenanschläge in Homs forderten nach Angaben der syrischen Opposition mindestens 57 Tote. Darunter seien 28 Zivilisten, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte mit.

Bei der Detonation der zwei Autobomben in dem von Regierungstruppen kontrollierten Stadtbezirk Sahra seien zudem mindestens 100 Menschen verletzt worden. Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder von Verletzten, die auf der Straße lagen, von ausgebrannten Autos und zerstörten Geschäften.

Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Im vergangenen Monat hatte sich die Extremistenmiliz Islamischer Staat zu einem Anschlag in Homs im Westen des Landes bekannt, bei dem mindestens 24 Menschen getötet wurden. Die Regierungstruppen hatten zuletzt bei ihrem Vormarsch gegen den IS einige Dörfer in der Provinz Aleppo zurückerobert.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Hilfsgüter für belagerte Städte

    Aus Tagesschau vom 17.2.2016

    Rund eine halbe Million Menschen leben in Syrien gegenwärtig in Gebieten, wo sie von der Versorgung abgeschnitten sind. Unter Vermittlung der UNO sind heute Konvois von Damaskus aus mit Hilfsgütern in verschiedene Städte aufgebrochen.