«Alexander» verwandelt Schnee in Überschwemmung

Am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag fegte ein Sturm über die Schweiz. «Alexander» brachte Windspitzen mit über 150 km/h – und Regen bis in hohe Lagen. Dieser wusch die weisse Pracht vielerorts weg und sorgte für Überschwemmungen.

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Sturm «Alexander»: Regen statt Schnee

1:24 min, aus Tagesschau vom 4.1.2015

Zum Jahreswechsel tummelte sich fast die ganze Schweiz im Schnee. Und das nicht nur in den Bergen. Das ganze Unterland war eingehüllt in eine weisse Decke.

Am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag fegte das Sturmtief «Alexander» über das Land. In den Bergen wurden Windspitzen mit über 150 Km/h gemessen. Auch im Flachland rüttelte so mancher schlecht befestigter Fensterladen.

Windspitzen auf Bergen

Messstationkm/h
Säntis156
Titlis139
Jungfraujoch138
Weissfluhjoch (GR)137
Vorab Gletscher (GR)135

Bis zu 50 Millimeter Regen

Mit dem Sturm kam der Regen und milde Luft. Und dies bis in hohe Lagen. Die Schneefallgrenze stieg auf bis zu 1700 Meter über Meer.

Die Regenfälle wuschen den Schnee im Flachland weg. Am Alpennordhang und in den östlichen Voralpen gab es vergangene Nacht laut SRF Meteo gebietsweise Regenmengen von 25 bis 50 Millimeter. Und sorgten für viel Schmelzwasser.

Vor allem in der Ostschweiz traten mehrere Bäche über die Ufer. Zahlreiche Keller und Strassen wurden überflutet. Im Kanton Thurgau und St. Gallen musste die Feuerwehr Dutzende Male ausrücken.

In Basel musste die Schifffahrt auf dem Rhein eingestellt werden. Der Pegelstand stieg zu stark an, als dass die Schiffe sämtliche Brücken unbehindert passieren könnten.

Lawinengefahr

In den Bergen sorgte der stürmische Wind für Schneeverwehungen. Es herrscht verbreitet erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3 von 6). Mehr Informationen zur Lawinensituation finden sie hier.