Gefiederte Untertanen Die Queen lässt ihre Schwäne zählen

  • Jedes Jahr im Juli zählen königliche Schwanenmarkierer die Wasservögel der Queen.
  • Die majestätischen Tiere sind bedroht.
  • Menschen in London sollen aufgeklärt werden, damit sie in Zukunft weniger Nester zerstören.

«All up», ertönt es über der Themse, und dann rudern sechs kleine Boote in Richtung Ufer. Um eine Schwanenfamilie bilden sie geschickt einen engen Kreis. «Swan Upping» nennt sich diese britische Tradition, die ungefähr bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Schwäne galten damals als Spezialität. Heute werden sie geschützt.

Fünf Tage lang dauert das «Swan Upping», bei dem die Jungvögel vom königlichen Schwanenzähler registriert und markiert werden. Seit 24 Jahren trägt David Barber den Titel «The Queen's Swan Marker».

Gemeinsam mit einem Tierarzt von der Oxford Universität kontrolliert er jährlich den Bestand der Wasservögel. Der geht seit Jahren zurück. «Letztes Jahr waren es 72 Junge, das Jahr davor 83», sagt Barber. Noch 2014 zählte er 120 Jungschwäne auf dem Themseabschnitt westlich von London.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Werden bald Schwäne abgeschossen?

    Aus 10vor10 vom 1.3.2016

    In Bundesbern geraten derzeit gleich zwei geschützte Wildtiere gehörig unter politischen Druck: Nebst dem Wolf nun auch der Schwan. Letzterer kennt keine natürlichen Feinde und kann sich ungestört vermehren. In verschiedenen Kantonen sorgen die Tiere deswegen für grossen Ärger.