Aargauer Bauern scheren aus: Ja zur SVP-Zuwanderungsinitiative

Der Bauernverband Aargau stellt sich gegen den nationalen Verband: Er empfiehlt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ein «Ja» zur Masseneinwanderungsinitiative der SVP. Die Aargauer Bauern gewichten die Argumente damit anders als die nationalen Verbandsfunktionäre.

Kulturland bei Magden im Kanton Aargau

Bildlegende: Aargauer Bauern wollen ihr Kulturland (Bild: Magden) schützen: Sie verzichten dafür auch auf ausländische Arbeitskräfte. Keystone

Der Bauernverband Aargau hat sich im Gegensatz zum Schweizer Bauernverband (SBV) für die SVP-Initiative «gegen Masseneinwanderung» ausgesprochen. Der Vorstand gewichtet den Verlust des Kulturlandes höher als die Angst, nicht genügend Arbeitskräfte zu finden. Der Entscheid im Vorstand sei mit knapper Mehrheit gefallen, teilte der Bauernverband Aargau (BVA) am Donnerstag mit.

Die Diskrepanz zum Schweizer Bauernverband sieht der BVA «nicht als Problem, sondern als Stärke, innerhalb der Branche verschiedene Meinungen zuzulassen». Der SBV kämpft gemeinsam mit dem Industrieverband Swissmem gegen die SVP-Initiative, über die das Schweizer Volk am 9. Februar abstimmt.

Solothurner und Aargauer Bauern uneinig

Auch der Solothurner Bauernverband hat sich gegen das SVP-Anliegen ausgesprochen. Er befürchtet Personalprobleme bei einzelnen Bauern, zum Beispiel im Gemüseanbau. Diese Bauern seien auf ausländische Hilfskräfte angewiesen.

Gemäss Bauernverband Aargau ist die Initiative der richtige Weg, um die Zuwanderung merklich zu reduzieren. Die vor allem für den Gemüsebau benötigten Arbeitskräfte könnten trotzdem weiterhin rekrutiert werden.

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Bauernstreit um Masseneinwanderung

8:43 min, aus Rundschau vom 18.12.2013