Auenstein gibt die Gisliflue nicht kampflos preis

Die Gemeindeversammlung von Auenstein hat dem Gemeinderat am Freitagabend grünes Licht erteilt, dass sich dieser mit allen Mitteln gegen die Pläne der Jura Cement wehren kann. Die Firma will bei der Gisliflue Kalk und Mergel abbauen.

Vogelsicht auf den Aargauer Jura, Ausschnitt Gisliflue

Bildlegende: Im östlichen Teil der Gisliflue in der Region Auenstein-Veltheim-Oberflachs will die Jura Cement Kalk abbauen. ZVG

Mit grossem Mehr hat die Gemeindeversammlung verschiedene Anträge angenommen, die sich gegen die Abbaupläne der Jura Cement zur Wehr setzen. Unter anderem kann der Gemeinderat nun einen Anwalt beiziehen, welcher der Gemeinde beim Richtplanverfahren im fraglichen Abbaugebiet «Bäumer» zur Seite steht.

Seit 17 Jahren sucht Jura Cement im Aargau nach neuen Abbaugebieten für Kalk und Mergel. Im September hat die Firma gemeinsam mit dem Kanton zwei mögliche Standorte präsentiert.

Der Standort «Bäumer» wäre für die Jura Cement besonders wirtschaftlich, da er nahe beim Zementwerk in Wildegg liegt. Auenstein befürchtet jedoch, dass mit dem Abbau von 20 Millionen Kubik Kalk und Mergel das Landschaftsbild unwiderruflich verändert wird.

Umstrittener Kalkabbau - darum geht es