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Biomarché Zofingen Muss Bio auch regional sein?

Rund 40'000 Besucherinnen und Besucher besuchten den Bio Marché in Zofingen. Sie kaufen auch Produkte aus dem Ausland.

Verkaufsstand mit Bioprodukten aus Italien
Legende: Rund 200 Aussteller präsentieren am Biomarché ihre Produkte. Darunter seit Jahren auch italienische Anbieter. zvg/www.biomarche.ch

200 Ausstellerinnen und Aussteller verkaufen in Zofingen ihre Bio-Produkte. Der Bio Marché ist die grösste Bio-Messe der Schweiz. Neben regionalen Anbietern findet man in den Gassen der Zofinger Altstadt aber auch Produkte aus dem ganzen Land und aus dem Ausland.

Die Erfolgsgeschichte Bio Marché

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Der Bio Marché wurde im Jahr 2000 zum ersten Mal organisiert. Seither hat er sich zur führenden Schweizer Bio-Messe entwickelt, wie die Veranstalter schreiben.

Herzstück ist ein grosser Verkaufsmarkt mit rund 200 Ausstellern. Das Angebot umfasst Lebensmittel, Kosmetika, Möbel und Baustoffe.

Daneben kann sich das Publikum in Festwirtschaften verpflegen und wird mit einem breiten Rahmenprogramm unterhalten. Unter anderem spielen Live-Bands und es gibt einen Streichelzoo.

«Wir achten darauf, dass der Anteil der ausländischen Aussteller nicht zunimmt. Da wollen wir nicht ausbauen. Für uns steht klar der Schweizer Bio-Produzent im Fokus», sagt Geschäftsführerin Dorothee Stich auf Anfrage von SRF.

Auch der Bio-Kunde mag italienische Küche

Für Stich gibt es zwei Gründe, warum man nicht auf ausländische Anbieter verzichten kann: Erstens sind einige Produkte in der Schweiz schlicht Mangelware. Es wird zu wenig biologisch produziert. Auf der anderen Seite verlangen die Konsumentinnen und Konsumenten Produkte aus dem Ausland.

«Unsere italienischen Anbieter sind seit Anfang an dabei», konkretisiert Dorothee Stich. Olivenöl oder Salami sind bei Schweizerinnen und Schweizern beliebt – auch bei bioaffinen Konsumenten.

Bio ist wirklich bio, egal woher

Die Veranstalter des Bio Marché garantieren aber, dass alle Produkte den geltenden Bio-Normen entsprechen. Es gelten die Verordnungen der Schweiz und der EU, wie Stich erklärt. Die Einhaltung dieser Vorschriften wird sogar vor Ort an der Messe kontrolliert – durch unabhängige, zertifizierte Experten.

«Die Besucherinnen und Besucher schätzen das. Sie können sogar bei solchen Kontrollen an den Marktständen dabei sein. Da gibt es sehr positive Rückmeldungen, dass wir das so offen und transparent machen», erzählt Stich.

Übrigens: Auch die Aussteller selber schätzen die strengen Kontrollen. Das zeigte eine Umfrage im letzten Jahr. So werde nämlich verhindert, dass «Trittbrettfahrer» mit obskuren Bio-Labels das Geschäft der «echten» Bio-Produzenten vemiesen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Die Transportwege relativieren die Oekobilanz eines Produktes massivst. Und übrigens, die wahren 'Trittbrettfahrer' sind die Lizenzgeber selbst. Wenn der Konsument wüsste, wieviel Geld er NUR für das Bio-Label auf dem Produkt ausgibt...
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    1. Antwort von Peter Müller (Peter Müller-Gerster)
      Die Lizenzkosten machen für einen Biobetrieb so um 1-2 Prozent vom Umsatz aus, dazu die Zertifizierungskosten je nach Betriebsgrösse ab 500 CHF p/a. Dafür werden auf den zertifizierten Flächen weder Insektizide noch Unkrautvernichtungsmittel ausgebracht, die Böden weniger verdichtet, wodurch die Wasseraufnahemfähigkeit bei Hochwasser verbessert wird, die Vielfalt an Pflanzen- und Insektenarten wird erhöht und die Bodenfruchtbarkeit wird erhalten, was allerdings erst unseren Enkeln zugute kommt..
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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Selbstverständlich muss BIO auch regional sein, keine Frage. BIO Produkte aus China machen wenig Sinn. Dann ess ich lieber konventionell angebautes Gemüse vom Nachbarn, das hat echt die bessere Oeko-Bilanz.
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  • Kommentar von Andrin Ziswiler (Andrinzisi)
    Man sollte Bio Nomura in Allen Kaufgebeuden unterbringen, das ist natürlicher und ist neutral.
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