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Aargau Solothurn Hohe Chancen für Atomendlager im Aargau? Zeitungen spekulieren

Der Bund rechnet mit drei Standorten, an welchen die Lagerung von hochradioaktiven Atomabfällen möglich wäre: Jura-Ost (Bözberg), Nördlich Lägern (AG, ZH) und Zürich Nord-Ost (ZH, TG). Nun soll die Region Nördlich Lägern ausgeschieden sein. Wird der Standort Bözberg damit realistischer?

Der Standort Nördlich Lägern sei nicht mehr in der engeren Auswahl, berichtet am Donnerstag die «Aargauer Zeitung». Das würde bedeuten, dass noch genau zwei Standorte für die Lagerung hochaktiver Atomabfäll übrig sind: Jener in der Region Jura-Ost (Bözberg/AG), und jener in der Region Zürich Nord-Ost, an der Grenze zu Deutschland.

Chancen für Standort im Aargau könnten hoch sein

Weiter hat der «Tagesanzeiger» bereits am Mittwoch geschrieben, man habe Informationen, dass der Standort Wellenberg (NW) nicht mehr Teil der engeren Auswahl des Bundes sei. Hier würden dann schwach- und mittelaktive Abfälle gelagert.

Ebenso wäre das an den Standorten Südranden (SH), Zürich Nord-Ost (ZH, TG), Jura-Ost (AG, Bözberg), Nördlich Lägern (ZH, AG) und Jura-Südfuss (AG, SO) möglich.

Aber: der Standort Jura-Südfuss sei wohl auch aus der Liste der möglichen Standorte zu streichen, vermutet die «Aargauer Zeitung» am Donnerstag wiederum.

Hätten beide Zeitungen Recht, dann wäre die Chance auf ein Atomendlager im Aargau relativ gross, nämlich 50:50. Entweder kämen hochaktive Abfälle in die Region Jura-Ost (AG, Bözberg) oder in die Region Zürich Nord-Ost (ZH, TG). Dasselbe würde dann für die schwächeren Atomabfälle gelten.

Alles nur Spekulation?

Allerdings will diese Theorien niemand bestätigen. Bei der Nagra, der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle, gibt es keine Details zu den Standorten. Die Standortauflistung der Zeitungen sei «reine Spekulation», sagt die Mediensprecherin der Nagra auf Anfrage von Radio SRF. Auch beim Bundesamt für Energie will man die Standortauswahl nicht kommentieren.

Offizielle Information folgt am Freitag

Bund, Nagra und Ensi informieren nämlich am Freitag, 30. Januar, offiziell darüber, welche Standorte in die nächste Runde gewählt werden. Bis 2060 soll ein Lager für hochaktive Abfälle in Betrieb sein.

Wo die Oberflächenanlagen dazu gebaut werden, ist noch unklar. Der Widerstand an diversen Orten in der Region ist bereits gross. So hat sich zum Beispiel die Region Jura-Südfuss gegen eine solche Anlage in Däniken gewehrt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von G Techos, lupfig
    Na ja, vom zahlbaren Strom ohne CO2 und Kohlegestank, von den Möglichkeiten der Lebensverlängerung etc haben wir alle profitiert. Nun also, sollen wir auch eine gemeinsame Lösung mittragen.
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  • Kommentar von Robert Frei, wettingen
    Die Kernkraftwerke gehören Firmen, welche der öffentlicher Hand gehören. Die AXPO zum Beispiel gehört den Kantonen. Wenn sich schon jemand "eine "goldene Nase verdient hat", dann sind es die Strombezüger, welche über Jahrzehnte günstigen Strom erhielten. Die Verantwortung liegt also bei uns allen, dass wir konstruktiv die bestmögliche Lösung finden. Lamentieren und Verhindern bringt us nicht weiter.
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  • Kommentar von M.Müller, Zürich
    Interessant ist, dass die Immobilienpreise rund um AKW's nicht vom Fleck kommen, das wird rund um die Endlager genau so sein! Auch das eine Form von Risiken die sozialisiert werden. Die vor 2 Wochen reduzierte AKW Versicherung reicht jetzt noch aus für den Ersatz von 1000 Liegenschaften im Wert von 0.5 Mio. der Rest hat der Bund übernommen weil die Versicherungen kalte Füsse bei den langen Laufzeiten bekamen => auch das ist sozialisiertes Risiko. Super ist dieser billige Strom?!
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