Solothurner Wahlen 2017 Kriegstetten hat neu den jüngsten Gemeindepräsidenten im Kanton

Auch Hägendorf und Kienberg erhalten neue Gemeindepräsidenten, ohne dass es Urnen-Wahlen gibt.

Dorfschild von Kriegstetten

Bildlegende: In Kriegstetten regiert neu ein 26-Jähriger. zvg / Kanton Solothurn

In vielen Solothurner Gemeinden ist am Montagabend die Anmeldefrist für die Gemeindepräsidenten-Wahlen vom 2. Juli abgelaufen. In folgenden Gemeinden gibt es keine Urnen-Wahl, weil sich nur eine Kandidatin oder ein Kandidat gemeldet hat:

Kriegstetten

Der bisherige Gemeindepräsident Manfred Küng (SVP) hatte sich unbeliebt gemacht. Bei den Gemeinderatswahlen vom 17. Mai war er nicht mehr gewählt worden. Auf eine weitere Wahl als Gemeindepräsident hat er in der Folge verzichtet. Sein Nachfolger wird nun der 26-jährige Jurist Simon Wiedmer.

Wiedmer ist seit vier Jahren im Gemeinderat und Gemeindevizepräsident. Er trat bei den Gemeinderatswahlen auf der Liste «Gemeinsam für Kriegstetten» an. Mit dieser gemeinsamen Liste wollten mehrere Kriegstetter Parteien der SVP schaden, was ihnen gelungen ist.

Kienberg

Nur unwesentlich älter als der neue Gemeindepräsident von Kriegstetten ist die neue Gemeindepräsidentin von Kienberg. Auch Adriana Gubler (29) ist in stiller Wahl gewählt, weil sich niemand sonst um das Amt beworben hat.

Zum Gemeindepräsidium kam Gubler fast wie die Jungfrau zum Kinde. Der bisherige Gemeindepräsident hatte seine Kandidatur unmittelbar vor Anmeldeschluss der Gemeinderatswahlen überraschend zurückgezogen.

Hägendorf

Die SP ist definitiv die Siegerin der Hägendörfer Wahlen 2017. Nachdem sie bei den Gemeinderatswahlen einen zweiten Sitz errungen hat, stellt die SP nun auch den neuen Gemeindepräsidenten: Andreas Heller. Er wird automatisch Nachfolger des abtretenden Albert Studer (SVP).

Folgende Gemeinden erhalten 2017 ebenfalls einen neuen Gemeindepräsidenten. Hier hat sich bis Montagabend auch nur ein Kandidat beworben, es finden aber am 2. Juli noch Urnen-Wahlen statt:

  • Erlinsbach: FDP-Gemeinderätin Madeleine Neumann will Nachfolgerin von Markus von Arx (FDP) werden.
  • Obergösgen: Der bisherige Gemeindevizepräsident Peter Frei (FDP) will Christoph Kunz (SP) ablösen. Die SP gibt das Amt nach acht Jahren kampflos preis.
  • Starrkirch-Wil: Christian Bachofner (FDP) will Daniel Thommen (SP) beerben.

In folgenden Gemeinden steht seit Montagabend fest, dass der bisherige Gemeindepräsident in stiller Wahl bestätigt ist, weil sich keine anderen Kandidaten gemeldet haben:

  • Balm bei Günsberg: Pascale von Roll
  • Breitenbach: Dieter Künzli (FDP)
  • Egerkingen: Johanna Bartholdi (FDP)
  • Kestenholz: Arno Bürgi (Freie Liste)

Die Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Im «Regionaljournal» um 06:32 Uhr auf Radio SRF 1.