Schweizer Kernkraftwerke Mehr Atomstrom in Gösgen produziert

Das AKW Leibstadt stand lange still, Beznau I ist immer noch vom Netz, aber Gösgen läuft rund. 2016 produzierte das Kernkraftwerk 8,2 Milliarden Kilowattstunden Strom, mehr als im Vorjahr. Mit ein Grund: Die Revision des Werks dauerte letztes Jahr weniger lang.

Kernkraftwerk Gösgen am Abend

Bildlegende: Das AKW Gösgen lieft gut im Jahr 2016. Bähram Alagheband/SRF

Die Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG publizierte am Dienstag Zahlen zum Geschäftsjahr 2016.

Die Zahlen im Überblick:

  • Produktion: 8,23 Milliarden Kilowattstunden Strom (Vorjahr 7,97 Mia. kWH)
  • Betriebskosten: 334 Millionen Franken
  • Kosten pro kWH: 4,06 Rp. (Vorjahr 5,12 Rp./kWH)
  • Investitionen: 91,5 Millionen Franken für Anlagen, Substanzerhalt und Brennelemente
  • Zahlungen in Stilllegungs- und Entsorgungsfonds: total 51 Millionen Franken
  • Dividende: 6 Prozent auf dem einbezahlten Aktienkapital
  • Steuerpflichtiger Jahresgewinn: 18,6 Millionen Franken

Die Höhe von Dividende und Jahresgewinn sei unter den Aktionären vertraglich festgelegt, heisst es bei der Alpiq auf Anfrage. Sie falle jedes Jahr gleich hoch aus.

Dass die Kosten pro Kilowattstunde deutlich tiefer sind als im Vorjahr, hängt laut Alpiq mit einer neuen Bilanzierungsmethode der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds zusammen. «Die Marktschwankungen der Fonds werden vollumfänglich in die Jahreskosten eingerechnet», so die Erklärung in einer früheren Mitteilung dazu.

Aktionäre

Aktionäre der Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG sind Alpiq (40 %), Axpo (37,5 %), Stadt Zürich (15 %), Energie Wasser Bern (7,5 %).