Kein Erdrutsch, Machtverhältnisse bleiben quasi gleich

Die Kantonsratswahlen sind entschieden: Drei Parteien gewinnen Sitze, drei Parteien geben Sitze ab. Die EVP behält ihren Sitz. Im Grossen und Ganzen wird sich aber nicht viel ändern in der Solothurner Kantonalpolitik.

Markus Dietschi, Präsident der BDP Solothurn

Bildlegende: Markus Dietschi, Präsident der BDP hat gut lachen. Seine Partei schaffte den Sprung ins Kantonsparlament mit 2 Sitzen. SRF

Nach dem heutigen Wahlsonntag hat sich die Zusammensetzung im Kantonsparlament zwar etwas geändert. Von einem effektiven Erdrutsch kann jedoch keine Rede sein. Es waren am Ende eher kleine Verschiebungen zwischen den Parteien, ein Sitzgewinn da, ein Sitzverlust dort.

Rechts legt zu, links strauchelt

Die Machtverhältnisse im Solothurner Kantonsrat bleiben nach diesen Wahlen quasi gleich. Mit der BDP zieht eine neue Partei ins Parlament ein und holt gleich zwei Sitze. Weiter kann die SVP noch einmal einen Sitz gewinnen. Die Partei hat ihren Zenit im Kanton Solothurn also noch nicht erreicht.

Auf der linken Seite dagegen verliert die SP erneut an Boden. Erneut muss sie auf zwei Sitze verzichten. Schon bei den letzten Parlamentswahlen hatte die SP vier Sitze verloren, sie hat nun also sechs Sitze weniger als noch vor acht Jahren.

Dieser erneute Sitzverlust überrascht etwas: Die Abzocker-Initiative hätte an diesem Wahl- und Abstimmungssonntag eigentlich vor allem linke Wählerinnen und Wähler mobilisieren sollen.

CVP war auf Verlust gefasst

Der Sitzverlust der CVP überrascht heute wenig. Die Ausgangslage war wegen der grossen Konkurrenz in der Mitte schwierig. Die CVP verliert drei Sitze, BDP und GLP gewinnen je zwei Sitze.

Dennoch ist die CVP nicht allzu betrübt. Denn wenn sie mit der GLP in einer Fraktion bleibt und die BDP sich anschliesst, bleibt die CVP in der Mitte in der stärksten Fraktion.