Basellandschaftliche Zeitung sucht Investoren

Der Verlag AZ Medien dementiert eine Meldung, dass der Verlag die Basellandschaftliche Zeitung verkaufen wolle. Tatsächlich ist die bz in Basel auf der Suche nach Investoren, um unter anderem die Redaktion noch einmal auszubauen.

Zeitungsausgaben der bz Basel und der Basellandschaftlichen Zeitung

Bildlegende: Die Basellandschaftliche Zeitung und die bz Basel gehören zum Verlag AZ Medien. Keystone

«Die Frage, ob wir die Basellandschaftliche Zeitung verkaufen, stellt sich gar nicht. Denn diese Frage entbehrt jeder Grundlage», sagt Monica Stephani, Leiterin Unternehmenskommunikation der AZ Medien. Sie dementiert damit eine entsprechende Meldung des Blogs «arlesheimreloaded». Dieser hatte geschrieben, die Basellandschaftliche Zeitung solle verkauft werden. Verleger Peter Wanner habe bereits einen entsprechenden Auftrag erteilt.

AZ Verlags-Sprecherin Stephani betont auch, dass die bz nicht rote Zahlen schreibe, wie im Blog behauptet und auch die Auflage sei in den letzten Jahren stetig gestiegen und liege inzwischen bei knapp 26'000 Exemplaren. Zum Vergleich: Die Auflage der Basler Zeitung sinkt seit Jahren und liegt jetzt bei rund 50'000 Exemplaren. Damit ist die Auflage der Basler Zeitung aber noch immer rund doppelt so hoch wie jene der bz.

Recherchen des Regionaljournals zeigen jetzt, dass die bz in Basel tatsächlich Investoren suchte. Diese sollen aber Verleger Peter Wanner die Zeitung nicht abkaufen, sondern Geld einschiessen. Geld, mit dem die bz unter anderem ihre Redaktion ausbauen möchte. Die Idee dahinter: Lokale Investoren sollen die Zeitung mittragen und so mithelfen, dass die Zeitung noch stärker zu einer Zeitung von Basel und der Region werde.

Gesucht würden lokale Investoren mit einer liberalen Haltung, die das Feld nicht einfach Christoph Blocher und seiner rechtskonservativen Basler Zeitung überlassen möchten. Die bz soll aber nicht etwa zu einem linken Blatt werden, sondern eine Zeitung bleiben mit einer so genannten liberalen Grundhaltung, die sich politisch weder klar links, noch rechts positioniere.

Diese Suche scheint aber nicht ganz einfach zu sein. Die Zeitungsbranche steckt in der Krise. Die Auflagen praktischer aller Zeitungen sinken seit Jahren. Die Suche nach Investoren dauert denn auch schon über ein Jahr. Man habe auch schon Investoren gefunden, die sich interessiert gezeigt hätten, Millionen einzuschiessen. Am Ende habe sich dann aber doch niemand gegen Christoph Blocher und seine Basler Zeitung exponieren wollen.