Basler Wahlen: Die Geschichte spricht gegen Mück und Nägelin

In den vergangenen 25 Jahren schafften stets die sieben Erstplatzierten des ersten Wahlgangs den Sprung in die Basler Regierung. Dass Heidi Mück (Basta) oder Lorenz Nägelin (SVP) diese Regel durchbrechen und noch in die Exekutive einziehen, ist daher unwahrscheinlich.

Nach dem ersten Wahlgang für die Basler Regierung übten sich Heidi Mück und Lorenz Nägelin in Durchhalteparolen. Die Basta-Kandidatin betrachtete ihre Chancen für einen Sitz in die Regierung als weiterhin intakt, der SVP-Mann wiederholte mantramässig die Botschaft: Die bürgerliche Wende in Basel sei weiterhin möglich.

Der Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch: Heidi Mück und Lorenz Nägelin sollten sich nicht allzu grosse Hoffnungen machen für den zweiten Wahlgang. In den vergangenen 20 Jahren hat nie ein Kandidat oder eine Kandidatin den Sprung in die Basler Regierung geschafft, der oder die im ersten Wahlgang nicht auf den ersten sieben Plätzen rangiert war.

Christoph Stutz, Veronica Schaller und Hans Martin Tschudi

Drei Beispiele zeigen dies: 1996 belegte CVP-Baudirektor Christoph Stutz als Bisheriger im ersten Wahlgang nur Rang 8 und wurde danach mit einem noch schlechteren Resultat im zweiten Wahlgang abgewählt. Das genau gleiche Szenario wiederholte sich vier Jahre später mit der amtierenden SP-Regierungsrätin Veronica Schaller. 2004 schliesslich zog sich der Bisherige Hans Martin Tschudi (DSP) nach einem schlechten Resultat im 1. Wahlgang zurück.

Alle drei gescheiterten Kandidaten der obigen Beispiele haben etwas Gemeinsames: Sie schnitten im ersten Wahlgang im Vergleich deutlich besser ab als in diesem Jahr Heidi Mück und Lorenz Nägelin. Dass sich Mück oder Nägelin noch durchsetzen, dafür bräuchte es nun also ein kleines Wunder.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)