Belastete Standorte: «Überraschungen kann es überall geben»

Radioaktivität im Bieler Boden, Radioaktivität in Häusern und Wohnungen, kommt da noch mehr? Jacques Ganguin, stellvertretender Vorsteher des Amtes für Wasser und Abfall des Kantons Bern, relativiert.

Jacques Ganguin neben einem Radiomikrofon.

Bildlegende: «Man muss weiss Gott keine Angst haben»: Jacques Ganguin. SRF

Auf jeder Baustelle könne es Überraschungen geben, wenn man ein bisschen grabe, sagt Jacques Ganguin im Gespräch mit dem SRF-Regionaljournal. «Man muss aber weiss Gott keine Angst haben, in den meisten Fällen sind die entdeckten Schadstoffe problemlos», so der Experte.

Man werde zwar nie das gesamte Ausmass der Umweltsünden früherer Jahre kennen, «aber wir wissen heute doch schon sehr viel». Dies vor allem dank dem Kataster der belasteten Standorte des Kantons Bern. «Dafür wurden sämtliche Archive durchgeackert und geschaut, was wo war.»

Radioaktivität auf einer Baustelle und in Ateliers

Auf der Baustelle der Bieler Autobahn-Umfahrung war vor zwei Jahren radioaktiver Abfall entdeckt worden. Die Bevölkerung erfuhr davon erst vor wenigen Tagen durch die Medien. Am Wochenende wurde weiter bekannt, dass auch in Ateliers in Heimarbeit radioaktive Stoffe verwendet wurden.

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