Berner Unternehmer fordern deutliches Zeichen der Politik

Der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern fordert das Parlament auf, bei der Steuerstrategie ein deutliches Zeichen zu setzen und die Steuerbelastung für Unternehmen zu senken – damit Bern im Steuerwettbewerb mit den anderen Kantonen nicht den Anschluss verliere.

Kurt Rohrbach.

Bildlegende: HIV-Präsident Kurt Rohrbach erwartet ein positives Zeichen – in Richtung ansässige Unternehmen und in Richtung Ausland. Keystone

Der kantonale Handels- und Industrieverein (HIV) glaubt nicht, dass die Steuerbelastung von Berner Unternehmen dank der kantonalen Steuerstrategie auf schweizerisches Mittelmass sinkt. Das sagten Vertreter bei der alljährlichen Präsentation des «Berner Steuermonitors».

Der HIV begrüsse zwar den Willen der Berner Regierung, die Gewinnsteuern schrittweise zu senken, hiess es vor den Medien. Auch andere Kantone senkten aber ihre Gewinnsteuern im Zug der Umsetzung der Unternehmenssteuerreform (USR) III.

Deshalb werde der Kanton Bern trotz der geplanten Senkung des Gewinnsteuersatzes von heute 21,6 auf 16,37 Prozent im Jahr 2021 nicht vom Ende der Kantonsrangliste wegkommen. Der HIV fordert deshalb die Berner Politik auf, bei der Senkung der Gewinnsteuern ambitioniertere Ziele zu setzen.

Der bernische Grosse Rat berät die kantonale Steuerstrategie in der Novembersession.

Bern soll weiter sparen

Im Kanton Bern fehle es weiter auch an positiven Signalen für die Steuerzahler, sagte HIV-Präsident Kurt Rohrbach. Der Kanton Bern werde nicht darum herum kommen, seinen Haushalt auf der Ausgabenseite zu verbessern – sprich: erneut zu sparen. Der HIV sei bereit, bei der Suche nach Lösungen mitzuhelfen.

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