Die Tour de France in Bern - und die Erinnerung in Freiburg

Nun ist es offiziell: Die Tour de France, die grösste Radrundfahrt der Welt, kommt nächstes Jahr nach Bern. Das gaben die Organisatoren am Dienstag in Paris bekannt. Freiburg hat diese Erfahrung schon gemacht.

Die beiden Radrennfahrer unterhalten sich.

Bildlegende: Die Tour de France 1997 im Sendegebiet: Jan Ullrich (links) und Erik Zabel auf dem Weg nach Freiburg. Keystone

Am Dienstagmittag wurde in Paris die Streckenführung der Tour de France 2016 bekanntgegeben – mit Bern als Etappenort. Was schon länger als Gerücht kursierte, ist nun also definitiv.

Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät verfolgte die Präsentation der Tour de France 2016 am Dienstag in der französischen Hauptstadt. Vom Gastspiel in Bern erhofft er sich einen doppelten Nutzen.

«  Das ist von unschätzbarem Werbewert. »

Alexander Tschäppät

«Es werden zigtausende Hotelübernachtungen generiert, ausserdem sind 2000 Medien akkreditiert für die Tour, das ist von unschätzbarem Werbewert.» Die Tour de France wird nächstes Jahr auch im Unterwallis halt machen, in Finhaut-Emosson.

Freiburg war bereits einmal Etappenziel der Tour de France – 1997. Über eine Milliarde Fernsehzuschauer sahen die Zielankunft in Freiburg, gegen 50‘000 Leute jubelten in der Stadt den Rennfahrern zu.

Die Idee, die Tour nach Freiburg zu holen, stammte vom heutigen Sensler Oberamtmann Nicolas Bürgisser. «Es hat vier Jahre gedauert und war ein Kraftakt», sagt er.

«  Es hat vier Jahre gedauert und war ein Kraftakt. »

Nicolas Bürgisser

Die Universität Freiburg habe die Wertschöpfung an diesem Tag analysiert. «Übernachtungen und Konsumation brachte der Stadt über zwei Millionen Franken Einnahmen», erklärt Nicolas Bürgisser.

Schöne Fernsehbilder gingen um die Welt. Die Nachhaltigkeit solcher Anlässe sei schwierig abzuschätzen, sagt der Initiant. «Was zählt ist auch das Fest vor Ort.» Man sei in Freiburg stolz gewesen, sei die Tour de France im Üechtland gewesen.