Ein Drittel der Regionsgelder für Berner Stadttheater beisammen

Elf Gemeinden haben bisher einem freiwilligen Beitrag an die Sanierung zugestimmt, drei sind dagegen.

Stadttheater Bern Fassade über dem Haupteingang.

Bildlegende: Der Sanierungsbedarf des Stadttheaters ist vor allem innen. SRF

Für die Sanierung des Berner Stadttheaters haben die Regionsgemeinden bislang freiwillige Beiträge von insgesamt 1,73 Millionen Franken zugesagt. Die angestrebte Gesamtsumme von 4,95 Millionen Franken wird aber nicht erreicht.

Mit Lyss, Neuenegg und Wichtrach haben bisher drei Gemeinden ihre Kostenbeteiligung abgelehnt. Das geht aus einer Zusammenstellung der Regionalkonferenz Bern-Mittelland hervor. Die drei Gemeinden hätten zusammen 259'000 Franken an die Sanierung beitragen sollen.

Eine Beteiligung zugesichert haben bislang elf Gemeinden, darunter mit Köniz und Muri auch zwei grosse Beitragszahler: Köniz sprach einen Beitrag von 863'000 Franken, Muri 282'000 Franken. Köniz zahlt aber nur, wenn zwei Drittel der Gemeinden in der sogenannten Kernzone ebenfalls Ja sagen.

Zur Kernzone zählen 21 Gemeinden, insgesamt sind es 76. Sie haben Zeit bis Ende Jahr, um sich zu äussern. Die Höhe der Beiträge wird von der Anzahl Bewohner beeinflusst und auch die geographische Nähe zur Stadt Bern spielt eine Rolle.

Wer wieviel zahlen soll

Das Stadttheater Bern soll für maximal 45 Millionen Franken saniert werden. Der Kanton soll 50 Prozent der Kosten übernehmen; das Geschäft kommt im November in den Grossen Rat. Die Stadt Bern soll 39 Prozent tragen, dazu braucht es ebenfalls im November eine Volksabstimmung.

Dass der Regionsanteil von 11 Prozent nicht erreicht wird, ist nach den Negativentscheiden von drei Gemeinden schon klar. Was das für das Gesamtprojekt bedeutet, ist noch nicht klar.

Das letzte Wort hat der Lenkungsausschuss mit dem bernischen Erziehungsdirektor Bernhard Pulver, dem Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät und dem Muriger Gemeindepräsidenten Thomas Hanke als Vertreter der Regionsgemeinden. Wenn alle Entscheide vorliegen, muss das Gremium über das weitere Vorgehen beraten - und allenfalls den Abbruch der Übung oder eine Redimensionierung veranlassen.

Einladung zum Podium am 27. März in Grosshöchstetten