Eine Feckerchilbi für die Geschichtsbücher

Die Schweizer Jenischen und Sinti sind zufrieden mit ihrer traditionellen Chilbi auf der Berner Schützenmatte. Vor allem, weil der Bundesrat ihrer Forderung nachgekommen ist, und die Jenischen und Sinti offiziell als Minderheit anerkannt hat.

Eine Gruppe macht Musik.

Bildlegende: An der Vernissage über das Leben von Jenischen und Sinti trat spontan eine Roma-Gruppe aus Bulgarien auf. Elisa Häni/SRF

Mit viel Musik, in Filmen, bei Podiumsdiskussionen und Gesprächsrunden konnten die Bernerinnen und Berner am Wochenende die Lebensweise der Schweizer Jenischen und Sinti näher kennenlernen. Wegen des schlechten Wetters hätten jedoch nicht so viele Besucherinnen und Besucher den Weg auf die Schützenmatte unter die Füsse genommen, wie erwartet, sagt Venanz Nobel, Sprecher der Feckerchilbi in Bern. Trotzdem seien die Organisatoren mit der Austragung 2016 zufrieden.

Man könne für Jenische und Sinti sogar von einem vollen Erfolg sprechen, so Nobel weiter. Denn Bundesrat Alain Berset bezeichnete sie in seiner Eröffnungsrede offiziell als Jenische und Sinti und verwendete nicht mehr den Sammelbegriff «Fahrende».

«Diese Anerkennung stärkt unser Selbstbewusstsein und macht den Weg frei, uns als Minderheit mit anderen auf Augenhöhe zu treffen», so Venanz Nobel weiter.