Wenig Wasser Pegelstände der Schweizer Seen erreichen Tiefstwerte

Wegen der Trockenheit haben etwa die Jurarandseen derzeit sehr wenig Wasser.

Am Murten-, Neuenburger- und Bielersee sind seit anfangs der 1980er-Jahre keine tieferen Wasserstände gemessen worden. Der Pegel des Neuenburgersees liegt aktuell rund 30 Zentimeter tiefer als durchschnittlich im Januar, schreibt das Bundesamt für Umwelt (Bafu).

Der Grund
Der Dezember 2016 war laut SRF Meteo vielerorts der trockenste seit Messbeginn. Zuvor war bereits der Herbst in vielen Gebieten zu trocken. Im Januar fiel der Niederschlag meist als Schnee vom Himmel. Damit liegt das Wasser in der Landschaft und fehlt somit den Flüssen, Seen und dem Grundwasser.

Die Perspektive

Die derzeitigen Niederschläge und die Schneeschmelze aufgrund der milderen Temperaturen dürften zu einer leichten Erhöhung der Wasserstände nördlich der Alpen führen. Die Situation dürfte sich deshalb vor allem in den kleineren Fliessgewässern der Zentralschweiz und der Ostschweiz verbessern.

Für die grossen Seen und Fliessgewässer hingegen dürfte sich die Lage nur langsam verbessern. Auf der Alpensüdseite könnten die ab Donnerstag erwarteten Niederschläge für eine leichte Entspannung sorgen.

Die Zulg mit wenig Wasser

Bildlegende: Bei den Zuflüssen fängt es an: Die Zulg führt bei Steffisburg derzeit vergleichsweise wenig Wasser. Christian Strübin/SRF