Der CSIO will kein «Cüpli-Anlass» mehr sein

Nayla Stössel, OK-Präsidentin des CSIO will Gegensteuer geben: «Ich will, dass der CSIO St. Gallen eine Sportveranstaltung für alle Bevölkerungsschichten ist. Es darf nicht sein, dass einzelne Bevölkerungskreise nicht mehr ins Gründenmoos kommen.»

CSIO

Bildlegende: Der CSIO will weg vom «VIP- und Cüpli-Anlass». Keystone

Ein Budget von über 3 Millionen Franken bei einem Preisgeld von 735‘000 Franken – dies sind die wirtschaftlichen Eckwerte des CSIO St. Gallen. Die wichtigste und bedeutendste Reitsportveranstaltung der Schweiz ist für ein ausgeglichenes Budget auf zahlreiche Sponsoren und damit auch auf zahlungskräftige Personen angewiesen. In den vergangenen Jahren wurde deshalb der VIP-Bereich immer mehr ausgebaut und optimiert. Nicht selten war aber zu vernehmen, der CSIO St.Gallen sei nur noch ein «VIP- und Cüpli-Anlass». Diese Entwicklung ist auch den Organisatoren nicht verborgen geblieben.

«  Ich will, dass der CSIO St. Gallen eine Sportveranstaltung für alle Bevölkerungsschichten ist. Es darf nicht sein, dass einzelne Bevölkerungskreise nicht mehr ins Gründenmoos kommen. »

Nayla Stössel
OK-Präsidentin CSIO

Die OK-Präsidentin Nayla Stössel will nun Gegensteuer geben: «Ich will, dass der CSIO St. Gallen eine Sportveranstaltung für alle Bevölkerungsschichten ist. Es darf nicht sein, dass einzelne Bevölkerungskreise nicht mehr ins Gründenmoos kommen.» Um das ganze Ansinnen auch in die Tat umsetzen zu können, wurden verschiedene Anstrengungen unternommen. So ist das Verpflegungsangebot ausgebaut worden und eine Piazza soll zum Verweilen einladen. Für die Kinder gibt es einen kostenlosen Kinderhort und ganz allgemein soll das Augenmerk nicht mehr zu stark dem VIP-Sektor gewidmet werden. Schliesslich ist es den CSIO-Verantwortlichen ein Anliegen alle Besucherinnen und Besucher mit breiten Informationen zu den einzelnen Springen zu bedienen und auch dem einheimischen Nachwuchs an der internationalen Reitsportveranstaltung Startmöglichkeiten zu bieten.