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Ostschweiz Der Wolf ist jetzt auch im Glarnerland

Es war definitiv ein Wolf, der auf der Alp «Usser Wiggis» oberhalb von Näfels mehrere Schafe gerissen hat. Nicht bekannt ist, wo sich das Tier jetzt aufhält. Es ist seit Ende des 18. Jahrhunderts das erste Mal, dass der Wolf im Kanton Glarus gesichtet wird.

Ein Wolf
Legende: Auch in Glarus Der Wolf ist nach über 200 Jahren in den Kanton Glarus zurückgekehrt. Keystone

Die Wildhut hatte nach dem Riss DNA-Proben für die Analyse gesammelt. Diese belegen, dass die Schafe wie vermutet von einem Wolf getötet worden sind.

Das Tier stamme aus der italienisch-französisch-schweizerischen Alpenpopulation, heisst es in einer Mitteilung. Ob der Wolf vom Rudel am Calanda stammt, wird derzeit genauer abgeklärt.

Damit sei der erste sichere Nachweis eines Wolfs im Kanton Glarus seit dessen Ausrottung Ende des 18. Jahrhunderts erbracht.

Es ist derzeit nicht bekannt, ob ein Zusammenhang mit den früheren Rissen im Kanton Schwyz besteht. Dazu seien weitere DNA-Analysen in Bearbeitung.

Auf der Schafalp «Usser Wiggis» sind seit Anfang Juni zum Schutz der Schafe zwei Herdenschutzhunde und ein Hirte im Einsatz.Wo sich der Wolf derzeit aufhält ist unklar. Weitere Schäden seien keine gemeldet worden.

Wolf auch im Kanton Schwyz nachgewiesen

Auch im Kanton Schwyz sind mehrere Schafe von einem Wolf gerissen worden, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Möglicherweise handle es sich um dasselbe Tier, das auch im Kanton Glarus und bei Schlieren im Kanton Zürich aufgetaucht ist. Weitere Untersuchungen würden darüber Aufschluss geben, diese dauerten aber noch an.

Ein Wandertier

Ein Wolf kann in einer Nacht bis zu 80 Kilometer zurücklegen. Deshalb ist es schwierig zu beurteilen, wo der Wolf heute ist, der Anfang Juni im Glarnerland aufgetaucht ist. Erstmals wurden 1995 in der Schweiz Wölfe nachgewiesen. Sie stammen ursprünglich aus Italien. Im Calandagebiet im Kanton Graubünden hat sich erstmals ein Rudel gebildet.

9 Kommentare

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  • Kommentar von Miguel Esteves, Zürich
    Es ist doch schön, wenn die Tiere wieder zurück kommen. Es ist sowieso ihre Platz!!!!
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  • Kommentar von jJosef Egger, Schweiz
    Bald ist in der Schweiz Schafhaltung nicht mehr moeglich.Das unnuetze Schadtier Wolf ist ja fuer die Staedter mehr wert als 20 Schafe.
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    1. Antwort von Hans-Peter Korn, Mellingen
      Aus der Sicht der Schafe sind sowohl Mensch als Wolf deren Schadtiere... und aus der Sicht des Wolfes der Mensch .... Der Unterschied ist nur, dass für Lammfilet und Gigot wir Menschen selber zahlen müssen .... für das vom Wolf verspeiste zahlt jedoch nicht der Wolf sondern der Bund (= wir alle) als Ersatzzahlung. Ist DAS das Problem, dass der Wolf es nicht selber zahlt??
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  • Kommentar von Gunnar Leinemann, Teuffenthal
    Wenn die Medien nicht über jeden Furz eines Wolfes berichten würden, ginge man mit der Rückkehr dieses herrlichen Tieres sicher etwas entspannter um. Wie schon öfter gesagt: Im Ausland streifen Wölfe nachts durch die Vorstädte und kein Hahn kräht danach. Gut schweizerisch, macht man wieder ein Ding draus und schiesst wild rum, wenn ein paar Subventionsschafe gerissen werden. Auf der anderen Seite plätschert auch heute die Aare pestizidverseucht durchs Land – und nach 1 Bericht herrscht Stille.
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    1. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Ihr Bauernhass in Ehren, Herr Leinemann, aber deswegen brauchen Sie nicht zu übertreiben. Die hiesigen Gewässer, im Gegensatz zu östlichen Ländern wie z.B. Ungarn, sind nicht verseucht. Und nicht vergessen: Dank der Subventionen können Sie Ihre tägliche Nahrung zu unverschämt tiefen Preisen (im vergleich zum fürstlichen Lohn) einkaufen... think about it!
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    2. Antwort von Werner Schmutz, Eptingen
      @A. Wutz - Danke, Ihr Votum kann ich unterschreiben. Leider sind unsere Regale in den Supermärkten zu prall gefüllt. Einmal Schlangestehen für ein Laiblein Brot würde vielen guttun...
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    3. Antwort von Gunnar Leinemann, Teuffenthal
      @Wutz: Dann haben Sie die Studie der Eawag durch Ihre Rosarote Brille wohl nicht lesen können. Auch der Vergleich mit noch stärker belasteten Gewässern hilft unseren Flüssen wenig. Darf ich annehmen, dass Sie (konventioneller) Landwirt sind und schon von Haus aus die Pestizidproblematik kleinreden müssen? Die Schafe übrigens, werden durch einen Wolfsriss finanziell regelrecht vergoldet – nie waren sie so wertvoll.
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    4. Antwort von Hans-Peter Korn, Mellingen
      In http://www.uzh.ch/news/articles/2013/konflikt-um-den-wolf.html steht zu lesen: "Das Bild des bedrohlichen, gefrässigen Wolfes ist durch Fakten nicht zu stützen. Im Vergleich mit der Zahl der Schafe, die durch Krankheit, Blitzschlag oder Abstürze umkommen, ist die Zahl der von Wölfen gerissenen Tiere verschwindend klein – sie machen weniger als 3 Prozent der Verluste aus."
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    5. Antwort von Renato B, Brig
      Warten wir mal ab bis sich die Wölfe in Teuffenthal niederlassen, da reden wir weiter..............
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