Pumpspeicherwerk Linth-Limmern Landräte gestehen Fehler ein

Beim Entscheid für das Pumpspeicherwerk Linth-Limmern schauten die Politiker zu wenig genau hin. Verschiedene Landräte sagen heute: «Im Nachhinein ist man immer gescheiter.»

Glarner Landrat

Bildlegende: Der Glarner Landrat hatte keine Einsicht in den Gründungsvertrag. SRF/Philipp Gemperle

Die Grundlage für die Zusammenarbeit der Axpo und des Kantons Glarus beim Pumpspeicherwerk Linth-Limmern ist ein Vertrag aus dem Jahr 1957. Dieser wurde für den Betrieb von kleineren Wasserkraftwerken abgeschlossen. Das Kantonsparlament hatte bei der Diskussion um den Einstieg beim neuen Pumpspeicherwerk 2009/2010 aber keine Einsicht in den Vertrag.

«  Im Nachhinein muss man sagen: Es war vielleicht ein Fehler.  »

Kaspar Krieg
Landrat SVP seit 2003

«  Wir haben uns alle ein bisschen blenden lassen. »

Thomas Kistler
SP-Landrat seit 2005

«  Wenn man aus heutiger Sicht die damaligen Entscheide beurteilt, finde ich das unfair.  »

Martin Landolt
Landrat BDP seit 1998

In den nächsten Jahren wird das Pumpspeicherwerk Verluste schreiben. Ein Gericht muss nun klären, wie viel die Axpo und wie viel der Kanton Glarus dazu beisteuern müssen. Das wurde beim Investitionsentscheid nicht diskutiert.