Sarganserländer wollen in Glarus ihren Pass holen

Das Sarganserland und Werdenberg wollen, dass der Kanton St. Gallen bei den Passbüros eine Kooperation mit den Nachbarkantonen sucht. Für die Bevölkerung liegen Chur und Glarus viel näher als die Stadt St. Gallen. Andere Kantone zeigen, dass diese Zusammenarbeit möglich ist.

Ein biometrischer Pass.

Bildlegende: Im Kanton St. Gallen gibt es biometrische Pässe nur in der Hauptstadt. Keystone

Der südliche St. Gallen Kantonsteil ist benachteiligt. Die Bürger müssen den langen Weg nach St. Gallen auf sich nehmen, um beispielsweise einen biometrischen Pass zu erhalten. Dabei ginge es anders. In anderen Kantonen kennt man Sonderlösungen, die sich bewährt haben und die bürgernah sind.

«Praxis hat sich bewährt»

Der Kanton Graubünden hat mit dem Tessin eine solche Lösung vereinbart. «Die Bürger aus dem Misox und dem Calancatal können ihren Pass in Bellinzona machen lassen», sagt Marcel Suter, Leiter des Bündner Migrationsamtes. Der Grund liege in der geografischen Nähe - der Weg nach Chur sei viel weiter. Zudem seinen die Südtäler auch gesellschaftlich nach Bellinzona ausgerichtet.

Auch der Kanton Solothurn hat für den nördlichen Kantonsteil eine spezielle Lösung gefunden. Weil Basel-Stadt und Basel-Land für die Bevölkerung viel näher liegen, kann die Bevölkerung bei Bedarf die Pässe in den Nachbarkantonen machen lassen. Diese Praxis habe sich bewährt, heisst es auf Anfrage.

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