Asylunterkunft in Zürich-Seebach wird gebaut

Zürich-Seebach soll nun doch noch eine weitere Asylunterkunft erhalten, einen Containerbau mit 24 Wohnungen. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde von Anwohnern abgewiesen. Der Bedarf an Wohnungen für Asylbewerber sei ausgewiesen, argumentierten die Richter unter anderem.

Containersiedlung für Asylsuchende in Zürich-Seebach

Bildlegende: Bis wann die Siedlung in Seebach gebaut wird, ist noch unklar. Eine ähnliche Siedlung steht zum Beispiel in Altstetten. Keystone

Die Anwohner an der Frohbühlstrasse hatten sich gegen den Bau der Container-Siedlung mit dem Argument gewehrt, dass auf dem Grundstück nahe der Autobahnausfahrt Seebach die Lärmwerte überschritten würden. Der Bau sei mithin nicht bewilligungsfähig.

Die Richter in Lausanne bestätigten zwar die hohen Lärmwerte, waren aber der Ansicht, «dass keine Bewohner während langer Zeit Grenzwertüberschreitungen ausgesetzt sind». In den Räumen würden nur Personen untergebracht, die bald mit einem Asylentscheid rechnen könnten. Ausserdem habe die Zürcher Baudirektion bereits verfügt, dass die Schlafräume einen Schallschutz erhalten.

Die Stadt Zürich muss 1880 Asylsuchende aufnehmen, 0,5 Prozent der Stadt-Bevölkerung. Angesichts des ausgetrockneten Wohnungsmarktes, «erscheine die Erstellung von temporären Siedlungen daher unumgänglich», schreibt das Bundesgericht. Nun wird zusätzlich zu den Asylunterkünften in Zürich-Altstetten und Leutschenbach die dritte in Seebach gebaut.