Besser als erwartet - aber nicht gut genug

Budgetiert war ein Minus von 233 Millionen Franken. Am Schluss betrug das Defizit in der Rechnung 2014 der Stadt Zürich jedoch «nur» 57 Millionen. Trotzdem hagelte es am Mittwoch im Gemeinderat Kritik. Nach langer Debatte segnete er die Rechnung dennoch mit deutlicher Mehrheit ab.

Trotz erneutem Defizit in der Rechnung 2014: Noch hat es Geld in der Kasse der Stadt Zürich.

Bildlegende: Trotz erneutem Defizit in der Rechnung 2014: Noch hat es Geld in der Kasse der Stadt Zürich. Keystone

Es sei ein unbefriedigendes Ergebnis, sagte der SVP-Sprecher. Das Defizit der Stadt Zürich sei mehr denn je systemisch. Die FDP ist «keineswegs zufrieden» und auch die Mittevertreter von GLP und CVP übten Kritik. Die Verbesserungen seien nicht in erster Linie auf Einsparungen zurückzuführen, sondern auf Sondereffekte.

Einzig Grüne und SP sahen die Stadt «finanziell auf gutem Weg». Viele Redner - auch Finanzvorstand Daniel Leupi, machten sich zudem Sorgen über die Zukunft. Der starke Franken, die geplante Unternehmenssteuerreform des Bundes und die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative könnten neue Probleme verursachen, warnten verschiedene Redner.

Nur SVP dagegen

Weil sich am der Rechnung 2014 nichts mehr ändern lässt, stimmte am Schluss nur die SVP gegen Überweisung. Die AL enthielt sich. Die Rechnung wurde so mit 91 Ja- zu 19 Nein-Stimmen genehmigt.