Bezahlbarer Wohnraum: Kanton Zürich soll vorwärtsmachen

Der Anteil günstiger Wohnungen im Kanton Zürich nimmt Jahr für Jahr ab. Aktuell liegt der Anteil bei etwas mehr als sieben Prozent. Dabei wäre der Kanton verfassungsmässig verpflichtet, sich für den gemeinnützigen Wohnungsbau einzusetzen, kritisieren die Wohnbaugenossenschaften.

Der Wohnfrieden sei bedroht, erklärte Peter Schmid, Präsident des Verbands der Wohnbaugenossenschaften im Kanton Zürich, am Mittwoch vor den Medien: «Die Bevölkerung leidet, wenn es immer weniger bezahlbaren Wohnraum gibt. Wenn immer weniger Leute ihre Miete bezahlen können, haben wir ein Problem.»

Mittel noch nicht ausgeschöpft

Deshalb seien der Kanton und die Gemeinden nun gefordert, so Schmid. Die Mittel dazu seien bereits vorhanden. Die Stadt Zürich habe beispielsweise schon seit den 90er-Jahren einen Fonds zur Förderung des preisgünstigen Wohnungsbaus. Dieser Fonds sei noch lange nicht aufgebraucht.

Ausserdem hätten die Stimmberechtigten letztes Jahr eine Initiative angenommen, dass die Gemeinden Zonen für preisgünstige Wohnungen definieren könnten. Der Kanton müsse jetzt so bald wie möglich die entsprechende Verordnung ausarbeiten.