«Ein Museum braucht Geld, das ist einfach so!»

Museen brauchen Geld! Das sagten 2013 gleich mehrere Direktoren. Doch ihr Aufruf verhallte. Ein Rückblick auf das Kulturjahr 2013 zeigt, wie auch die Kultur zurückstecken muss, wenn die Städte und der Kanton sparen. Er zeigt aber auch: Für die Frauen in der Kunst war 2013 ein erfreuliches Jahr.

2013 war für viele Kulturbetriebe ein löchriges Jahr. Den Auftakt machte das Zürcher Kunsthaus. Das musste bereits im Januar einen Verlust von 400‘000 Franken verkünden. Dank guten Reserven, geht es dem grössten Museum im Kanton Zürich aber nach wie vor sehr gut.

Ganz anders sieht es in Winterthur aus. Die Villa Flora wird bereits im April 2014 ihren Betrieb vorübergehend einstellen müssen. Und das Gleiche droht dem Museum Oskar Reinhart. Dort sind die Eigenmittel 2016 aufgebraucht und man muss dringend neue Geldgeber finden. Ebenfalls für Schlagzeilen sorgte das Literaturmuseum Strauhof. Die Idee das Museum zu schliessen und dort eine Schreibwerkstatt für Junge einzurichten, löste eine Welle der Empörung aus.

Freuden dank Frauen

Eine erfreuliche Nachricht war dagegen, dass 2013 zum ersten Mal eine Frau den Zürcher Festspielpreis bekam, nämlich die Videokünstlerin Pipilotti Rist. Und ebenso erfreulich verläuft die Karriere von Sophie Hunger. Die Sängerin spielte unzählige Konzerte, schrieb ein Buch und machte einen Film. Nun sei sie müde und mache eine Pause. Wir freuen uns auf ihr Comeback – im Jahr 2014!