Fifa-Angestellte in Zürich bangen um ihre Zukunft

Nach der Rücktrittsankündigung von Fifa-Präsident Sepp Blatter erhielt «Schweiz aktuell» exklusiv Zugang zum Hauptsitz auf dem Zürichberg. Unter den 450 Angestellten sei Verunsicherung zu spüren, sagt ein Mitarbeiter. Treffen könnte es vor allem das Management.

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Zukunftsängste beim Fifa-Personal

3:07 min, aus Schweiz aktuell vom 3.6.2015

Am Mittwochmorgen hat sich Sepp Blatter in einer Rede im Auditorium direkt an die Fifa-Angestellten am Hauptsitz in Zürich gewandt. Vor seiner Ansprache gab es für Blatter eine zehnminütige Standing Ovation, erzählt Fifa-Medienchef Walter De Gregorio der Sendung «Schweiz aktuell». «Er war sichtlich berührt, er musste sich kurz sammeln», sagt De Gregorio. Blatter habe den 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Zürich versichert, dass sie auch unter einem neuen Präsidenten gebraucht würden.

«Die Mitarbeiter müssen nicht um ihren Job fürchten», sagt deshalb auch Medienchef De Gregorio. «Das gilt allerdings nicht für das Top-Management.» Trotzdem seien viele bei der Fifa verunsichert, sagt einer der Angestellten, Emanuel Femminis. Er spricht über Zukunftsängste und über den Respekt vor den US-Behörden. «Ein gewisses Unbehagen ist natürlich da. Man weiss nicht, was alles noch passiert. Das FBI ist natürlich unangenehm.» Der abtretende Präsident habe mit seiner Ansprache wohl Mut machen wollen.

(simd; Schweiz Aktuell, 3.6.2015)