Problem mit Fussfesseln: Justizdepartement macht Selbstversuch

Wegen technischer Probleme verschiebt der Kanton Zürich den Versuch mit Fussfesseln für Straftäter. Statt im Oktober 2014 soll er nun erst Ende März 2015 beginnen. Unterdessen testen die Mitarbeitenden selbst verschiedene Typen.

Herrenschuh unter Bürostuhl, Fussfessel am Bein

Bildlegende: Mit Fussfessel ins Büro. Die Mitarbeitenden des Justizdepartementes testen die Technik selber. Keystone

Die neuen Fussfesseln für Straftäter, die der Kanton Zürich ab Herbst 2014 testen wollte, sollen den genauen Aufenthaltsort eines Straftäters anzeigen können. Nun soll der Versuch mit jugendlichen Straftätern aus dem Massnahmenzentrum Uitikon erst Ende März 2015 beginnen.

Jessica Maise, Sprecherin des Amtes für Justizvollzug, bestätigt einen entsprechenden Bericht des Landboten: «Das Ganze ist technisch komplexer als wir erwartet haben.» Um die Schwächen der Technik auszumerzen, testen Mitarbeitende des Amtes für Justizvollzug die Fussfesseln nun selbst.

Seit Anfang September werden fünf Typen von Fussfesseln ausprobiert, ab Ende Jahr wird der Versuch dann ausgewertet und Probleme behoben. Ab Frühling 2015 soll dann der Test mit straffälligen Jugendlichen beginnen können.