Spitalchefin Rita Ziegler: «Es braucht auch etwas Mut»

Es ist das grösste Grossprojekt von Zürich: Unispital, Universität und ETH wollen das Hochschulquartier mit sechs Milliarden Franken neu bauen. Trotz des bekannten Widerstands der Zürcher gegen Grossprojekte ist Spitalchefin Rita Ziegler optimistisch, wie sie als Regionaljournal-Wochengast sagte.

Zürich tut sich mit Grossprojekten schwer. Das zeigt die Diskussion um das Fussballstadion. Davon will sich Rita Ziegler nicht abschrecken lassen: «Die Gesundheitsversorgung ist für alle sehr wichtig. Man kann die beiden Projekte deshalb nicht miteinander vergleichen.»

Überhaupt hat sie keine Angst vor grossen Würfen: «Es ist noch nie ein grosses Werk entstanden, wenn man nicht etwas Mut hat», erklärt Ziegler im Wochengast-Interview.

Sie selber muss sich nun um die Finanzierung kümmern. Im Vordergrund stehen private Investoren oder ein Darlehen beim Kanton. Welche Lösung am Schluss zum Zug kommt, ist noch offen.

Spital platzt aus allen Nähten

Das Universitätsspital platzt aus allen Nähten, die Gebäude sind veraltet und entsprechen nicht den heutigen Bedürfnissen, die an ein Spitalgebäude gestellt werden. Umso mehr freut sich Rita Ziegler auf das Projekt «Berthold» – den Teil des Masterplans, der das Universitätsspital direkt betrifft.

Alles neu – es lohnt sich, kostet aber

Eine neue Strasse, neue Gebäude, neue Infrastruktur: «Es geht um einen Quantensprung, um für zukünftige Generationen gute Medizin anbieten zu können», freute sich Rita Ziegler bereits an der grossen Medienkonferenz zum Masterplan letzte Woche. Denn gute Medizin braucht neue Infrastruktur – und mehr Platz. Heutige Operationssäle sind beispielsweise deutlich grösser als früher, da die technische Ausrüstung viel mehr Platz benötigt.

(siem; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)