SVP und FDP im Clinch: Marco Camin entzweit die Partner

Zwischen FDP und SVP hängt wieder einmal der Haussegen schief. Die SVP ist mit dem Abschneiden von FDP-Kandidat Marco Camin im ersten Wahlgang für den Zürcher Stadtrat unzufrieden. Zurücklehnen kann sich die SP. Doch ist das klug? Die Parteispitzen diskutieren.

Die Teilnehmer des Streitgesprächs im Studio des Regionaljournals

Bildlegende: Kreuzen die Klingen: Michael Baumer (FDP), Andrea Sprecher (SP) und Roger Liebi (SVP) diskutieren den zweiten Wahlgang. SRF

Marco Camin, der Kronfavorit für die Nachfolge von FDP-Stadtrat Martin Vollenwyder, hat im ersten Wahlgang nicht brilliert. Er schlug den Aussenseiter Richard Wolff von der Alternativen Liste nur um gut 2000 Stimmen. Die SVP reagierte auf das mässige Abschneiden verärgert und setzt nun die FDP unter Druck. Diese denkt aber nicht daran nachzugeben.

Das Abschneiden von Richard Wolff ist die grosse Überraschung des ersten Wahlgangs. Der pointierte Linke ist der heimliche Wahlsieger. Zu seinem guten Resultat beigetragen hat auch die SP mit ihrer Stimmfreigabe. Doch wie wohl wäre es der stärksten Regierungspartei, wenn der Stadtrat noch weiter nach links rutschen würde? Oder wie wichtig ist der Partei, dass auch andere politische Kräfte in der Stadtregierung vertreten sind?

Im Studio des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen» diskutieren die Parteispitzen von SVP, FDP und SP über die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang und erklären ihre Positionen.